Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe: Schlafmangel fördert Heißhunger und Appetit // Grünkohl – das beste krebsvorbeugende Gemüse // Vollkeramikkronen // Kann Yoga bei Asthma helfen? // Gelenke von Marathon-Läufern nicht dauerhaft geschädigt // Ständiger Juckreiz nach dem Urlaub? Bettwanzen als mögliche Ursache // Neueste Empfehlungen für die Babyhaut-Pflege // Anthocyane senken LDL-Cholesterin // Omega-3-Fettsäuren senken Homocystein // Hat Tee eine gewisse Schutzfunktion vor Krebs? // Erschreckendes zum Weltnichtrauchertag: Raucherinnen leben durchschnittlich zehn Jahre kürzer

Gesundheit und Prävention

Koffein-Konsum und Herzinsuffizienz

Kaffee gerät in Sachen Herzgesundheit immer wieder in Kritik. Doch wie verhält es sich tatsächlich mit diesem koffeinhaltigen Getränk bei Patienten einer Herzschwäche?

Deutschlandweit sind 1,8 Millionen Menschen von einer Herzinsuffizienz betroffen. Es handelt sich dabei um eine verminderte Pumpleistung des Herzens. Durch ein daraus resultierendes Rückwärts- oder Vorwärtsversagen kann es zu gefährlichen Wassereinlagerungen in beispielsweise Lunge oder den Beinen kommen. Weitere Folge kann eine Unterversorgung wichtiger Organe und Muskeln mit Sauerstoff sein.

Im Rahmen einer Studie wurden Patienten einer Herzinsuffizienz im mittleren Alter von 61 Jahren näher unter die Lupe genommen. Während eine Gruppe 500 mg Koffein in Kapselform zu sich nahm, wurden einer Kontrollgruppe lediglich Placebo-Kapseln verabreicht. Bei der Auswertung zeigte sich, dass der hohe Koffein-Konsum keinen Einfluss auf Rhythmusstörungen hatte.

Auch bei einer folgenden Trainingseinheit auf dem Laufband kam es nicht häufiger zu einem gestörten Herzrhythmus. Offensichtlich nahm das Koffein auch keinen nachteiligen Einfluss auf die Herzfrequenz sowie die maximale Sauerstoffaufnahme.

Der Rat an die Menschen mit Herzinsuffizienz, auf den morgendlichen Kaffee zu verzichten, ist demnach nicht haltbar, weil der Herzrhythmus durch Kaffee nicht gestört wird, so die Wissenschaftler.

Pflanzenbetonte Ernährungsweise kann Entzündungen vorbeugen

Übergewicht geht oft mit einer chronischen Entzündung einher, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs erhöht, so berichtet das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

Ein Forscherteam vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun 29 wissenschaftliche Arbeiten ausgewertet, welche die Effekte einer pflanzenbetonten Kost auf die Entzündungsmarker-Spiegel übergewichtiger Menschen untersuchten. Es sanken unter einer pflanzenreichen Ernährung im Vergleich zu einer Kontrolldiät die Werte eines Entzündungsmarkers, das sogenannte C-reaktive Protein (CRP), um durchschnittlich 0,55 mg/l und die Werte für Interleukin-6 um 0,25 ng/l.

„Unsere Ergebnisse weisen somit darauf hin, dass übergewichtige Menschen durch eine pflanzenbetonte Ernährung ihr Entzündungsmarker-Profil deutlich verbessern und hierdurch möglicherweise selbst viel dazu beitragen können, sogenannten Volksleiden wie Herzinfarkt und Diabetes vorzubeugen“, sagt Studienleiterin Aleksandrova.

„Eine pflanzenbetonte Kost ist so definiert, dass sie hauptsächlich auf Lebensmitteln wie Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten und Obst basiert. Zudem enthält sie gar kein oder nur sehr wenig Fleisch, kann aber moderate Mengen an Eiern, Milchprodukten und Fisch mit einschließen“, erklärt Erstautor Eichelmann.

Warum fördert Übergewicht Entzündungsreaktionen? Die körpereigenen Fettdepots speichern nicht nur Energie, sondern setzen auch Botenstoffe frei. Da einige dieser Substanzen entzündliche Prozesse im Körper fördern, sind die Entzündungsmarker-Werte im Blut übergewichtiger Menschen häufig erhöht. Ein Zustand, der wiederum mit einem deutlich erhöhten Risiko für Stoffwechselkrankheiten einhergeht.

Da nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit die Zahl der krankhaft übergewichtigen (adipösen) Menschen beständig steigt, suchen Forscher und Mediziner auch nach wissenschaftlich basierten Ernährungsstrategien, die dabei helfen, trotz eines übermäßigen Körpergewichts gesund zu bleiben.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Fissurenversiegelung

Unter einer Fissurenversiegelung versteht man das kariesprophylaktische Auffüllen (Auffüllen zur Kariesvermeidung) von Zahnfissuren (Zahnfurchen) und -grübchen mit dünn fließendem Füllungsmaterial.

Die Kaufläche eines Seitenzahnes besteht aus sogenannten Höckern und den sich dazwischen tief einfurchenden Fissuren. Von einer gewunden verlaufenden Längsfissur gehen viele kleine Querfissuren ab. Dieses für die Kaufunktion sehr funktionell aufgebaute Relief bereitet bei der Mundhygiene Probleme, da die Fissuren auch bei optimaler Zahnputztechnik nicht gereinigt werden können, wenn sie morphologisch ungünstig geformt sind.

Die makroskopisch tiefste Stelle einer Fissur stellt mikroskopisch betrachtet deren Eingang dar. Dieser Fissureneingang ist in der Regel deutlich enger als der Durchmesser einer feinen Zahnbürstenborste. Ab dieser Einengung kann die Fissur noch bis zu 1 mm in die Tiefe reichen und sich darunter wieder ampullenförmigerweitern. Somit stellt der Fissurengrund eine optimale Ansiedelungsmöglichkeit für Mikroorganismen dar.

Die Molaren (Seitenzähne) sind nach ihrem Durchbruch sehr anfällig für Fissurenkaries. Sie tritt bevorzugt in den ersten zwei Jahren nach dem Zahndurchbruch auf. Der günstige Zeitpunkt für die Fissurenversiegelung ist ungefähr sechs Monate nach Eruptionsbeginn, wenn die Zahnkrone vollständig durchgebrochen ist, die Mineralisationsprozesse am beim Durchbruch noch nicht vollständig mineralisierten Schmelz abgeschlossen sind und der Zahn einer relativen oder absoluten Trockenlegung zugänglich gemacht werden kann.

Die Karies breitet sich vom Fissurengrund, den nur eine dünne Schmelzschicht vom darunter liegenden Dentin (Zahnbein) trennt, unterminierend und schwer erkennbar aus, da der Zahnschmelz dabei über längere Zeit völlig unversehrt bleiben kann. Daher handelt es sich bei einer Fissurenversiegelung um eine sehr sinnvolle und effektive prophylaktische (vorbeugende) Therapiemaßnahme zur Kariesverhütung, die den kariösen Befall der Fissuren um 40-60 % senkt (ohne Versiegelung lag das Risiko, eine Kauflächenkaries an Molaren zu entwickeln, nach 9 Jahren bei etwa 77 %).

Als Versiegelungsmaterial haben sich lichthärtende dünn fließende Kompositmaterialien auf Acrylatbasis (Kunststoffe) bewährt, denen teilweise Füllstoffe zugesetzt werden, von denen wiederum einige Fluoride freisetzen, die die Entstehung von Karies hemmen sollen.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Die klinische Sicherheit der Fissurenversiegelung wird aus verschiedenen Gründen durchaus kontrovers diskutiert. So kann beispielsweise eine klinisch verborgene Karies  unter einem opaken (undurchsichtigen) Versiegler länger unbemerkt fortschreiten als ohne Versiegelung. Auch kann ein Teilverlust der Versiegelung zur erhöhten Kariesanfälligkeit der Kaufläche beitragen, anstatt deren Entstehung zu verhindern. Daher sollte die Indikationsstellung mit Einschränkungen auf jene Fälle erfolgen, bei denen mit der Entstehung einer Fissurenkaries erfahrungsgemäß zu rechnen ist:

  • kariesfreie Fissuren und Grübchen mit ungünstiger Morphologie (Oberflächenstruktur)
  • bei Fissuren mit unproblematischer Oberflächenstruktur, wenn die Mundhygiene des Patienten, bedingt z. B. durch manuelle oder mentale Defizite, erschwert ist
  • erhöhtes Kariesrisiko  z. B. bei bereits bestehender Glattflächenkaries
  • erhöhtes Kariesrisiko bei Xerostomie (Mundtrockenheit)
  • andere Ursachen erhöhten Kariesrisikos

Vorzugsweise werden die Molaren (großen bleibenden Backenzähne) versiegelt, jedoch kann die Indikation bei entsprechendem Kariesrisiko durchaus auf die Prämolaren (kleinen bleibenden Backenzähne), die Grübchen der Schneidezähne und die Molaren der ersten Dentition (Milchmolaren) ausgeweitet werden.

Sport

Körperlich aktiv das Risiko für Herzinfarkt senken – aber wie?

Immer wieder hören wir, wie wichtig es ist, sich regelmäßig zu bewegen, um kardiovaskulären Erkrankungen vorzubeugen. Scheinbar gibt es bei dieser Empfehlung ein paar wichtige Daten, die man wissen sollte. Denn es kommt darauf an, wie die körperliche Bewegung ausgeübt wird.

Im Rahmen einer schwedischen Studie wurden etwa 10.000 berufstätige Menschen mit dem durchschnittlichen Alter von 43 Jahren 13 Jahr lang beobachtet. Etwa ein Drittel war weiblich. Die Studienteilnehmer übten unterschiedliche Berufe aus, in denen sie ihre Arbeitszeit im Stehen, Gehen oder Sitzen verbrachten. Ziel der Untersuchung war es zu ermitteln, ob bewegungsreiche Jobs einen positiveren Einfluss auf die Herzinfarkt-Vorsorge haben als vorwiegend sitzende Tätigkeiten.

Im Ergebnis zeigte sich etwas überraschend, dass vorwiegend stehende und gehende Aktivitäten im Job das Herzinfarkt-Risiko eher ansteigen lassen im Vergleich zu hauptsächlich sitzenden Tätigkeiten. Wer während der Arbeitszeit häufig Dinge heben oder tragen muss, profitiert in Sachen Herzgesundheit auch nicht unbedingt davon, mit Ausnahme der Personen, die jünger sind als 45 Jahre.

Aus diesen Ergebnissen ziehen die Wissenschaftler den Schluss, dass spätestens ab einem Alter von 45 Jahren körperliche Bewegung zusätzlich zum Berufsalltag unbedingt als Freizeitaktivität erfolgen muss, um einem Herzinfarkt möglichst effektiv vorzubeugen.

Immer mehr Verletzungen auf Trampolinen

Trampoline sind beliebter denn je. In Freizeitparks, auf Spielplätzen und in vielen privaten Gärten sieht man immer mehr hüpfende Kinder und Jugendliche. Leider warnen immer häufiger Unfallchirurgen und Orthopäden vor der Verletzungsgefahr, denn die Trampolin-Unfälle nehmen weltweit zu. Berichtet wird da nicht nur von Verstauchungen, Zerrungen und Knochenbrüchen, sondern auch Meldungen über Schädel-Hirn-Traumata, Querschnittslähmungen oder vereinzelte Todesfälle reihen sich in die Liste ein.

Mitarbeiter des Connecticut Children’s Medical Center in Hartford, USA, berichten, dass es jährlich zu etwa 92.000 Notaufnahmen pro Jahr infolge von Trampolin-Verletzungen kommt. Vielen Eltern auch hierzulande fehlt scheinbar das Bewusstsein darüber, dass es sich bei Trampolinen um Sportgeräte handelt, deren Benutzung unter fachgerechter Einweisung und nach gewissen Regeln erfolgen sollte, und deren Herstellung und Aufstellung gewissen Sicherheitsansprüchen gerecht werden müsse.

So scheinen manche Hersteller ihre Trampoline nicht mit ausreichend stabilen Außennetzen oder Polsterungen zu versehen. Außerdem nehmen manche Erziehungsberechtigten die Sicherheitsansprüche nicht so ernst, so dass die Netze nicht ordnungsgemäß angebracht sind oder gar nicht erst aufgebaut werden.

Eine Vielzahl der Verletzungen ist scheinbar auch auf eine fehlerhafte Nutzung des Trampolins zurückzuführen. Gängigster Fehler ist, dass zu viele Kinder gleichzeitig springen, und dass es Kinder mit unterschiedlichen Körpergewichten sind. Den leichteren Kindern droht damit die Gefahr, zu weit geschleudert zu werden. Auch herumliegende Gegenstände wie beispielsweise Bälle erhöhen das Verletzungsrisiko enorm.

Um dem vorzubeugen, sind sich die Mediziner einig, dass das korrekte Springen mit entsprechenden Regeln geübt werden und ausschließlich auf sicheren und fachgerecht montierten Trampolinen erfolgen sollte.

Beauty und ästhetische Medizin

Was hat die Schuppenflechte mit BMI und Diabetes zu tun?

Betroffene einer Schuppenflechte (Psoriasis) haben ein scheinbar erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ II zu erkranken. Anders herum gesehen scheint Übergewicht beziehungsweise ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI) im Zusammenhang mit dem Auftreten einer Psoriasis zu stehen. Die Zusammenhänge könnten genetisch bedingt sein.

Im Rahmen einer groß angelegten Studie wurden die Daten von etwa 35.000 Zwillingen im Alter zwischen 20 und 71 Jahren analysiert. Das Körpergewicht der teilnehmenden Personen lag im oberen Normalgewicht beziehungsweise im Übergewichts-Bereich. Etwa 4 % der teilnehmenden Personen waren von einer Diabetes-Erkrankung betroffen und 1,5 % litt an einer Psoriasis. Ziel der Studie war es, mögliche Zusammenhänge zwischen BMI, Psoriasis und Diabetes festzustellen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass Psoriasis-Patienten ein doppelt so hohes Risiko haben, an Diabetes zu erkranken wie Menschen ohne Psoriasis. Außerdem hängen Übergewicht und das Auftreten einer Psoriasis nachweislich eng zusammen, so die Studienautoren. Sie weisen ebenfalls darauf hin, dass diese Zusammenhänge genetisch bedingt sind und äußere Einflüsse wie beispielsweise der Lebensstil eine Rolle spielen können.

Häufig war es zum Beispiel vor diesem Hintergrund zu beobachten, dass Betroffene einer Psoriasis das Interesse am Sport und körperlicher Aktivität verloren. Ein daraus resultierendes bewegungsarmes Verhalten kann Übergewicht und Diabetes zur Folge haben.

Hautkrebs – je tiefer, desto gefährlicher?

Das Plattenepithelkarzinom (auch Spinaliom, Stachelzellkarzinom) beschreibt den zweithäufigsten bösartigen Hauttumor. In Mitteleuropa kommt es jährlich zu etwa 30 bis 40 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Am häufigsten sind Männer um die 70 Jahre betroffen.

Bei der Frage nach der Prognose von entsprechenden Patienten scheint es maßgebend zu sein, wie tief der Tumor in die Haut eingedrungen ist. Zu diesem Ergebnis kam eine Meta-Analyse, in der 36 Studien mit über 17.000 Patienten ausgewertet wurden.

Die Dicke des Tumor-Gewebes wurde nach dem sogenannten Breslow-Level ermittelt, um entsprechende Prognosen auf Heilungserfolg und Metastasierung geben zu können. Dabei zeigte sich, dass Plattenepithelkarzinome, die demnach dicker als 2 mm waren, zu einem zehnfach erhöhten Metastasen-Risiko führten im Vergleich zu Tumoren, die nicht so dick waren.

Neben weiteren Faktoren stellte beispielsweise auch die Art des betroffenen Hautgewebes einen wichtigen Einflussfaktor dar: War der Tumor über die subkutane Fettschicht der Haut hinaus gewachsen, so kam es ebenfalls zu einem erhöhten Metastasen-Risiko.

Vitalstoffe und Ernährung

Stillzeit: Vitamin D schützt Säuglinge vor Infektionen

Die Bedeutung von Vitalstoffen in der Schwangerschaft ist bereits vielen werdenden Müttern bekannt. Aber auch in der Stillzeit haben Vitalstoffe eine große Bedeutung für das Neugeborene. In einer aktuellen Studie konnten Wissenschaftler nun zeigen, dass eine regelmäßige Vitamin D-Einnahme der stillenden Mutter die Infektanfälligkeit des Säuglings gegenüber Atemwegs- oder Durchfallerkrankungen senken kann.

Die Wissenschaftler konnten in ihrer Studie auf 230 Mutter-Kind-Paare zurückgreifen. Während eines Zeitraumes von neun Monaten nach der Geburt erhielten entweder die Mutter eine monatliche Vitamin D-Hochdosis (3.000 µg) oder das Neugeborene eine tägliche moderate (10 µg) Dosis. Die übrigen Mutter-Kind-Paare erhielten beide ein Placebo (ein gleich aussehendes Produkt ohne Vitamin D).

Ergebnisse
Nach 9 Monaten zeigte sich ein deutlicher (signifikanter) Unterschied zwischen Vitamin D-Verwendern und der Placebogruppe. Säuglinge, deren Mütter Vitamin D eingenommen hatten oder solche, die selber Vitamin D bekamen, waren im Untersuchungszeitraum durchschnittlich 28 Tage bzw. 34 Tage weniger krank als Säuglinge in der Placebogruppe.

Zusammenfassung
Vitamin D in der Stillzeit hat eine große Bedeutung für die Gesundheit des Neugeborenen.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung; den am schlechtesten Versorgten fehlen circa 19,2 µg Vitamin D. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Magnesium senkt Blutdruck

Eine regelmäßige Einnahme von Supplementen mit Magnesium senkt den Blutdruck sowohl bei Personen mit erhöhtem Blutdruck als auch bei Menschen mit nicht erhöhtem Blutdruck. Diese Erkenntnis entstand im Rahmen einer Auswertung aller verfügbaren Studien zu dieser Fragestellung, die den Qualitätsansprüchen der Autoren genügten.

Diese werteten 34 (randomisierte und placebokontrollierte Interventions-) Studien mit Daten von insgesamt 2.028 Teilnehmern aus. Die durchschnittliche Magnesiumeinnahme entsprach täglich circa 368 mg für einen Zeitraum von 3 Monaten.

Ergebnisse
Die Einnahme senkte den systolischen Blutdruck um durchschnittlich 2 mm Hg und den diastolischen um 1,78 mm Hg. Die Autoren errechneten, dass schon die Einnahme von 300 mg Magnesium für einen Monat einen deutlichen Effekt auf den Blutdruck erzielen kann.

Zusammenfassung
Die Einnahme von Magnesium über Supplemente kann einen wichtigen Beitrag zur Therapie bei Bluthochdruck leisten.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Omega-3-Fettsäuren unterstützen Herz-Kreislauf-Patienten für ein längeres Leben

Omega-3-Fettsäuren haben im Rahmen einer gesunden Ernährungsweise schon lange einen guten Ruf. Jetzt konnte im Rahmen einer Langzeitstudie ein weiterer positiver Effekt belegt werden: Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitieren davon, wenn sie auf Dauer viele Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren verzehren, dazu zählen insbesondere fetthaltige Meeresfische wie Lachs, Makrele und Hering. Der Profit geht so weit, dass sie auf diese Weise eine höhere Lebenserwartung haben.

Wissenschaftler mehrerer Universitäten und medizinischer Fakultäten in Deutschland nahmen die Blutkörperchen von über 3.000 Patienten näher unter die Lupe. Bei der Bestimmung der Omega-3-Fettsäuren-Konzentration wurden Faktoren wie beispielsweise Todesfälle und -ursachen sowie die Krankengeschichte und Medikamenteneinnahme oder Lebensstil berücksichtigt. Diese Studie zählt  scheinbar zu den umfangreichsten Beobachtungsstudien europaweit.

Im Ergebnis konnte belegt werden, dass vor allem den mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) lebensverlängernde Eigenschaften zugesprochen werden können.

Auf die Frage, ob der Effekt auch auf die Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure (ALA) zutrifft, konnte dieser nur für das weibliche Geschlecht bestätigt werden, weil der weibliche Stoffwechsel die alpha-Linolensäure besser verwerten kann.

Lebenserwartung der Hispanics höher als die der Kaukasier

Risikofaktoren des eigenen Lebensstils scheinen nicht immer ausschlaggebend zu sein, wenn es darum geht, wie hoch die Lebenserwartung einzelner Menschen ist. Dies zeigt das Ergebnis einer Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern für medizinische Genetik.

Sie konnte belegen, dass die Blutzellen von Menschen unterschiedlicher genetischer Abstammung auch unterschiedlich schnell altern, unabhängig davon, ob die Betroffenen einen risikoreicheren Lebensstil führen.

Demnach führen die Hispanics, welche in den USA leben, die Rangliste der genetischen Lebenserwartung an, weil ihr Sterberisiko unabhängig vom Alter um 30 % unter dem von anderen ethnischen Gruppen liegt. Während ihre Lebenserwartung 82 Jahre beträgt, können in den USA lebende Kaukasier „nur“ auf eine durchschnittliche Lebenszeit von 79 Jahren hoffen.

Untersucht wurden DNA-Proben von etwa 6.000 Menschen unterschiedlicher ethnischer Rassen, darunter  zwei afrikanische Gruppen, Kaukasier, Afroamerikaner, Ostasiaten, Hispanics und eine indigene, eng mit den Hispanics verbundene Gruppe aus Bolivien.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die Blutzellen der letzteren beiden Gruppen langsamer alterten und somit über eine besondere „epigenetische Uhr“ verfügen. Zudem stellte sich heraus, dass in allen Gruppen das männliche Geschlecht schlechter davonkam als das weibliche: Alle analysierten Gewebe der Männer zeigten eine schnellere epigenetische Alterung als die der Frauen.

Möglicherweise könnte dieses Ergebnis ein wichtiger Grund dafür sein, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer.