Mit dem Eucell Vitalstoff-Telegramm informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Ernährungsmedizin. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe: Gehirnfitness: Vitamin D erhält kognitive Funktionen im Alter / Nutrikosmetik: Q10 wirkt Zeichen der Hautalterung entgegen / Marine Omega-3-Fettsäuren: Nutzen für Statinverwender / Probiotika senken Körpergewicht und BMI / DHA in der Schwangerschaft verbessert Aufmerksamkeitsverhalten von Vorschulkindern / Grüntee-Polyphenole verbessern Cholesterinwerte von Frauen

Herz OP: Vitamin C senkt postoperative Nebenwirkungen

Die regelmäßige Einnahme von Vitamin C nach Herzoperationen kann das Auftreten von Vorhofflimmern reduzieren und die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzen. In einer Metaanalyse von 15 RCT-Studien untersuchten Wissenschaftler den Einfluss einer Vitamin C-Einnahme auf Herzrhythmusstörungen nach kardialen Eingriffen bei Risikopatienten.

Ergebnisse
Die Daten von fünf amerikanischen Studien sprachen einer Vitamin C-Einnahme keinen signifikanten Nutzen zu. Unter Ausschluss der amerikanischen Studien konnte Vitamin C das Risiko eines postoperativen Vorhofflimmerns um 44 % senken. Ebenfalls verkürzte sich die Krankenhausaufenthaltsdauer um 12,6 % und der Aufenthalt in Intensivstationen um 8 %.

Zusammenfassung
Vitamin C könnte, nach Auswertung aller außerhalb von Amerika erhobenen Daten, die Genesung nach einer Herzoperation positiv unterstützen.

Übergewicht: Omega-3-Fettsäuren helfen bei Entzündungen

Übergewicht verursacht niedriggradige Entzündungen und kann so die Entstehung zahlreicher Krankheiten vorantreiben. Ein Team aus internationalen Wissenschaftlern konnte nun zeigen, dass die Einnahme von marinen Omega-3-Fettsäuren die Entzündungswerte von Übergewichtigen verbessert. Polus und Kollegen führten dazu eine 3-monatige Interventionsstudie an Frauen mit Übergewicht durch. Während die eine Gruppe täglich 1.800 mg der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA erhielten, nahm die andere Gruppe ein Placebo ein.

Ergebnisse
Die Einnahme von EPA und DHA führte zu einer signifikanten Erhöhung der Omega-3-Fettsäurekonzentrationen im Plasma. Ebenfalls kam es zu einer signifikanten Abnahme zahlreicher Entzündungsmarker wie SELE (E-Selectin), MCP-1 (Monocyte chemoattractant protein 1), sVCAM-1 (soluble vascular cell adhesion molecule 1), sPECAM-1 (soluble platelet endothelial cell adhesion molecule-1) und dem hs-CRP (high sensitive C-reaktive protein). Die EPA- und DHA-Einnahme äußerte sich auch auf genetischer Ebene, durch eine positive Beeinflussung der Gene, die durch PPAR-alpha, NRF2 und NF-kappaB reguliert werden.

Zusammenfassung
Die Einnahme von marinen Omega-3-Fettsäuren kann niedriggradigen, übergewichtbedingten Entzündungen  entgegenwirken. Hier kann der Inhalt erstellt werden, der innerhalb des Moduls benutzt wird.

 

Omega 3-Fettsäuren: Frauen in Deutschland unterversorgt

Eine optimale Versorgung mit den marinen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist wichtig für die Gesundheit und schützt beispielsweise vor dem Abfall der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter. Wissenschaftler der Universität in Hannover stellten nun im Rahmen einer Studie fest, dass ein Großteil der Frauen in Deutschland unterversorgt ist. Die Wissenschaftler werteten Daten von Teilnehmerinnen der VitaMinFemin-Studie aus. Betrachtet wurde der Omega-3-Index (Parameter für die Omega-3-Fettsäure-Versorgung) von 446 Frauen aus Deutschland im Alter von 40 bis 60 Jahren.

Ergebnisse
62,8 % aller Frauen hatten einen zu niedrigen Omega-3-Index, der zwischen >4 bis 6 % lag.

Zusammenfassung
Ein Großteil der Frauen, im Alter zwischen 40 und 60 Jahren, aus Deutschland unterschreiten den empfohlenen Index für eine optimale Omega-3-Fettsäure-Versorgung.

Vitamin D verbessert Autismus-Symptome

Autismus-Spektrum-Störungen sind Erkrankungen, die den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen zugeordnet werden und mit Schwierigkeiten im Sozialverhalten und der Kommunikation einhergehen. Wissenschaftler konnten nun erstmals in einer doppelblinden RCT-Studie zeigen, dass Vitamin D klassische Symptome einer autistischen Erkrankung verbessert. An der Studie nahmen 109 Kinder im Alter zwischen 3 und 10 Jahren teil. Die Kinder wurden in zwei Gruppen randomisiert und erhielten über vier Monate entweder ein Vitamin-Supplement oder ein Placebo.

Ergebnisse
Kinder, die während des Studienzeitraumes Vitamin D eingenommen hatten, profitierten im Vergleich zur Placebogruppe signifikant von einer Verbesserung ihrer Symptome.

Zusammenfassung
Kinder mit autistischen Symptomen könnten nach den Erkenntnissen dieser Studie von einer Vitamin D-Einnahme profitieren.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Schwangerschaft: Probiotika verhindern Koliken beim Nachwuchs

Die Einnahme probiotischer Kulturen in der Spätschwangerschaft und während der Stillzeit senken das Auftreten von Koliken beim Nachwuchs. Wissenschaftler der Universitäten aus Bari und Rom untersuchten den Einfluss der Einnahme probiotischer Kulturen in der Spätschwangerschaft und Stillzeit auf die gastrointestinalen Funktionen von Neugeborenen und die Muttermilch. 66 Frauen erhielten dazu entweder ein Probiotikum oder ein Placebo.

Ergebnisse
Es zeigte sich, dass die Einnahme der probiotischen Kulturen das Auftreten von Koliken und Aufstoßen beim Nachwuchs reduzierte. Des Weiteren beobachteten die Wissenschaftler einen positiven Einfluss auf die Zytokinzusammensetzung der Kolostral- und Muttermilch sowie einen Anstieg der sekretorischen Immunoglobuline des Typs A (Schutzfaktor vor Infektionen) im Fäzes.

Zusammenfassung
Neugeborene könnten nach den Ergebnissen dieser Studie durch die mütterliche Einnahme von probiotischen Kulturen während der Spätschwangerschaft und Stillzeit profitieren.

 

Lichtblendung: Lutein und Zeaxanthin verbessern das Sehen

Die Augen zahlreich Menschen reagieren empfindlich, wenn sie von einer Lichtquelle beispielsweise einem Autoscheinwerfer geblendet werden. Eine Studie zeigt nun, dass die Einnahme der Makulapigmente Lutein und Zeaxanthin die Blendempfindlichkeit senkt. An der Studie nahmen 59 gesunde junge Menschen teil, die über 12 Monate entweder eine Kombination aus Lutein und Zeaxanthin in einfacher, in doppelter Dosierung oder ein Placebo eingenommen hatten.

Ergebnisse
Bereits nach 6 Monaten kam es zu einem signifikanten Anstieg der Makulapigmentdichte. Gleichzeitig verbesserte sich die Blendempfindlichkeitsschwelle, bei der im Auge eine Lichtquelle als Blendung wahrgenommen wird, und die Anpassungszeit.

Zusammenfassung
Die Erhöhung der Makulapigmentdichte aufgrund der Einnahme von Lutein und Zeaxanthin kann die Blendempfindlichkeit der Augen senken.