Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe: Viele Kohlenhydrate zum Frühstück machen Grundschulkinder übergewichtig // Eindeutig belegt: Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch gesunden Lebensstil // Keramikteilkrone // Bewegungsträgheit in der Kindheit schadet bereits den kindlichen Blutgefäßen // Weniger Migräne durch Sport und Entspannung // Hautkrebs für Männer häufiger tödlich // Warzen – erfolgreich und dauerhaft behandeln // Folsäure senkt Risiko für Demenz

Gesundheit und Prävention

Viele Kohlenhydrate zum Frühstück machen Grundschulkinder übergewichtig

Mit dem Eintritt in die Schule verändert sich bei vielen Kindern der Tagesrhythmus. Daraus ergibt sich oftmals die Gefahr, dass die Kinder Übergewicht aufbauen oder bestehendes Übergewicht noch weiter ausbauen. Schon seit Längerem weisen Ernährungswissenschaftler vor diesem Hintergrund darauf hin, wie bedeutend eine geregelte Nahrungsaufnahme mit den richtigen Ernährungskomponenten ist.

Dass ein möglichst gleichmäßiger Tagesrhythmus wichtig ist, zeigt sich seit Langem bei Erwachsenen, die sich in Schichtarbeit befinden. Hier ist das Risiko für Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aus dem ähnlichen Grund erhöht. Die Mahlzeiten werden unregelmäßig eingenommen. Zudem setzen sie sich häufig aus unausgewogenen Komponenten zusammen.

Im Rahmen der sogenannten DONALD-Studie (Dirtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) wurden unter anderem die morgendlichen Essgewohnheiten von Grundschulkindern untersucht. Es wurden für jeden Studienteilnehmer drei Erhebungen in der Zeit zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr bis zum siebten und achten Lebensjahr durchgeführt.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass ein regelmäßiger morgendlicher Verzehr von kohlenhydratreichen Mahlzeiten wie beispielsweise Brot mit Marmeladen- oder Honigaufstrich oder verarbeitete Frühstückscerealien zu einer höheren Ansammlung von Körperfett bis zum Ende der Grundschulzeit führte als etwas fett- und eiweißreichere Mahlzeiten.

Sobald das Frühstück der Kinder weniger kohlenhydratreich gestaltet wurde, das heißt das Frühstücksbrot häufiger mit fett- und eiweißreicheren Lebensmitteln wie Wurst, Käse oder Ei belegt wurde, und für das Müsli vornehmlich Getreideflocken und Nüsse angeboten wurden, spiegelte sich das in der niedrigeren Körpermasse wider.

Eindeutig belegt: Weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch gesunden Lebensstil

Wer  einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugen möchte, der sollte unbedingt auf einen gesunden Lebensstil achten. Diese Empfehlung umschließt die drei wichtigsten Eckpfeiler einer gesunden Lebensweise, und zwar sich gesund zu ernähren, nicht zu rauchen und ein gesundes Körpergewicht zu halten.

Im Rahmen mehrerer Studien, an denen etwa 55.000 Menschen aus den USA und Schweden teilnahmen, wurden der Lebensstil und die medizinischen Daten der Teilnehmer näher unter die Lupe genommen. Viele von ihnen waren vom metabolischen Syndrom betroffen, hatten also mit  verschiedenen Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu tun. Einige von ihnen waren genetisch vorbelastet.

Im Ergebnis zeigte sich wieder einmal, dass die Teilnehmer, die nicht zum Glimmstengel griffen, körperlich aktiv waren, auf eine gesunde Ernährung achteten und nicht fettleibig waren, weniger häufig an einem Herzinfarkt erkrankten als ihre Mitmenschen, die einen ungesünderen Lebensstil pflegten.

Die Studienautoren berichten sogar davon, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung um bis zu 50 % herabsetzen kann. In den unterschiedlichen Studien reduzierte sich die Infarktrate infolge eines entsprechend gesunden Lebensstils von 11 auf 5 %, von 5 auf 2 % beziehungsweise von 8 auf 5 %.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Keramikteilkrone

Bei einer Keramikteilkrone handelt es sich um eine zahnfarbene, indirekt (außerhalb des Mundes)hergestellte Versorgung, für die der zu versorgende Zahn in einer bestimmten Technik präpariert(beschliffen) wird und die mit speziellen, auf das keramische Material und die Zahnhartsubstanzen abgestimmten Materialien adhäsiv (durch mechanische Verankerung in mikroskopisch feinen Poren) befestigt wird.

Über viele Jahrzehnte hinweg haben sich gegossene Restaurationen zur Versorgung von Zahndefekten als der sogenannte „Goldstandard“ etabliert und bewährt. Durch die Wünsche nach:

  • besserer Ästhetik,
  • Zahnsubstanz schonenden Verfahren und
  • biokompatiblen (biologisch verträglichen) Materialien

haben keramische Versorgungen Einzug in die Zahnheilkunde gehalten. Ermöglicht wurde dies nicht nur durch die keramischen Materialien selbst, sondern auch durch die Verbesserungen des mikromechanischen Verbundes zwischen Keramik und Zahnhartsubstanz durch die Adhäsivtechnik. Teilkronen aus Keramik gelten heute als wissenschaftlich anerkannt.

Eine Teilkrone ist dann erforderlich, wenn der Hartsubstanzverlust eines Zahnes so umfangreich ist, dass die Kaufläche neu gestaltet werden muss und ein oder mehrere Zahnhöcker durch Überkuppelung mit der Teilkrone stabilisiert werden müssen. Dementsprechend werden die Präparationsgrenzen (Umfang der beschliffenen Zahnbereiche) über die Okklusal- und Approximalflächen (die Kau- und Zahnzwischenraumflächen) hinaus ausgedehnt.

In der Regel werden mehrere Zahnhöcker überkuppelt (auf der Außenseite umfasst). Anders als bei einer Vollkrone werden jedoch nicht sämtliche Höcker einbezogen, sodass der Präparationsrand nicht zirkulär (umlaufend) auf Gingivaniveau (Höhe des Zahnfleischrandes) abgesenkt wird.

Für Teilkronen werden heute in der Regel Glaskeramik, Feldspatkeramik, glasinfiltrierte Aluminiumoxidkeramik oder Zirkonoxidkeramik eingesetzt. Ein Vorteil keramischer Materialien besteht darin, dass sie biologisch inert (reaktionsträge) sind. Allerdings können bei adhäsiver Befestigung Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Befestigungskunststoff auf Methacrylatbasis diesen Vorzug wieder zunichtemachen.

Glasinfiltrierte und zirkonoxidbasierte Hochleistungskeramiken können auch mit konventionellen (herkömmlichen) Zementen wie z. B. Zinkphosphat- oder Glasionomerzement befestigt werden, erreichen aber nicht den Verbund, welcher durch die mikromechanische Verankerung mittels Adhäsivtechnik erzielt wird.

Keramische Materialien weisen eine höhere Mikrohärte als Zahnschmelz auf, sodass dies eine erhöhte Abrasion der Antagonisten (Abrieb der Zähne des Gegenkiefers), insbesondere bei Bruxismus (Zähneknirschen) zur Folge haben kann.

Indikationen (Anwendungsgebiete)
Die Indikation zu einer Teilkrone an sich ergibt sich in erster Linie aus dem Zahnhartsubstanzverlust, der eine Versorgung des Zahnes mit einer Füllung, einem Inlay, Onlay oder Overlay unmöglich macht. Die Entscheidung zu Keramik als Werkstoff und Adhäsivtechnik zur Befestigung fällt:

  • aus Gründen der Ästhetik, die mit metallischen Teilkronen nicht erzielt werden kann
  • aus Gründen, die sich aus der Vorbehandlung eines Zahns ergeben – die dünnen Dentinwände (Zahnbeinwände) endodontisch behandelter Zähne (mit Wurzelfüllung) bedürfen der Fassung und Stabilisierung durch die Adhäsivtechnik
  • auf Grund einer nachgewiesenen Inkompatibilität (Unverträglichkeit) gegen Legierungen auf Edelmetall- oder Nichtedelmetallbasis

Sport

Bewegungsträgheit in der Kindheit schadet bereits den kindlichen Blutgefäßen

Körperliche Fitness zeigt unmittelbar in der Kindheit einen positiven Nutzen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit und bietet zudem einen ersten wichtigen Schritt zum Schutz vor späteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit anderen Worten: Schon im Kindesalter wird einer wichtiger Grundstock für ein gesundes Herz und für gesunde Gefäße gelegt.

Im Rahmen einer Studie in Finnland wurden 160 Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren untersucht. Gemessen wurden Daten zur körperlichen Fitness, zum Körpergewicht, Körperfettanteil sowie zur Beschaffenheit der Arterien.

Bei der Auswertung zeigte sich wieder einmal, wie gesund Bewegung ist. Körperliche Aktivität wirkt sich unter anderem auf das Gewicht sowie auf Herz und Kreislauf aus. Kinder, die körperlich fit sind, profitieren von einer effektiven Atmung, und der Blutkreislauf ist gut in der Lage, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Körperlich aktive Kinder zeigten besser durchblutete, flexiblere Arterien im Vergleich zu denjenigen, die weniger Fitness und einen höheren Körperfettanteil hatten. Bei der bewegungsträgen Gruppe konnten bereits in den jungen Lebensjahren steifere Arterien nachgewiesen werden.

Dieses Ergebnis verdeutlicht, wie wichtig körperliche Aktivität bereits in der Kindheit ist. Die gesundheitsfördernde Wirkung zeigt sich unmittelbar. Im Sinne einer Herz-Kreislauf-Prävention ist es aber auch in höherem Alter niemals zu spät, eine gute körperliche Fitness aufzubauen.

Weniger Migräne durch Sport und Entspannung

Immer mehr Menschen sind von Migräneattacken betroffen. Während sich die einen völlig abgeschottet für Stunden zurückziehen müssen, um den unangenehmen Schmerz ertragen zu können, sind andere auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen. So vielfältig die Migräneschübe auftreten können, so vielschichtig sind auch die Vorbeugemaßnahmen und Therapiemethoden für die etwa acht Millionen Migränepatienten hierzulande.

Wie die  Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e. V. (DMKG) berichtet, könnten etwa 30 % der Betroffenen von nicht medikamentösen Therapieformen profitieren, wenn sie sie regelmäßig und individuell angepasst anwenden. Besonders hilfreich sind demnach Methoden zur körperlichen Entspannung, wie beispielsweise die Progressive Muskelentspannung (PMR).

Durch wiederholendes Trainieren der Muskelan- und Muskelentspannung werden schmerzlindernde Areale im Gehirn in Aktion gesetzt. Entsprechende Auswertungen zeigen, dass die Migräneanfälle auf diese Weise um bis zu 45 % abnahmen.

Auch sogenannte kognitive Verhaltenstherapien tragen dazu bei, mögliche Ursachen der Migräne zu bekämpfen. Dazu gehört oftmals Stress, der von den Betroffenen zu spät oder gar nicht wahrgenommen wird. Spezielle Therapieformen können hier helfen, das eigene Körperbewusstsein zu fördern und das Verhalten entsprechend zu ändern.

Als eine weitere wichtige Vorbeugemaßnahme bei Migränepatienten bewährt sich regelmäßige körperliche Bewegung und Ausdauersport, so lautet die Empfehlung der Wissenschaftler  von der DMKG. Untersuchungen haben gezeigt, wie wichtig Sport ist, damit die Migräneattacken seltener und mit einer geringeren Intensität auftreten.

Beauty und ästhetische Medizin

Hautkrebs für Männer häufiger tödlich

Der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, ist eine gefährliche Hautkrebsform, die relativ schnell in weitere Organe streuen kann und bei manchen Betroffenen leider zu einem früheren Tod führt. 2012 wurde hierzulande bei 10.398 Männern und 10.416 Frauen der schwarze Hautkrebs diagnostiziert. 2.875 Menschen mussten aufgrund dieser Erkrankung früher sterben;  davon 1.627 Männer und 1.248 Frauen.

Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass die Männer in dieser Hinsicht schlechter gestellt sind als die Frauen. Sie sterben demnach häufiger am Hautkrebs als die weiblichen Betroffenen.

Wissenschaftler aus Kanada untersuchen seit Längerem einen möglichen Zusammenhang zwischen der Chromosomen-Struktur von Mann und Frau und dem Krebs. Sie konnten jetzt feststellen, dass der scheinbar unterschiedliche Verlauf von Krebserkrankungen zwischen Mann und Frau auf ein bestimmtes Gen zurückzuführen ist.

Sowohl die X- als auch die Y-Chromosomen sind mit diesem Gen bestrückt. Sofern das Gen jedoch auf den X-Chromosomen liegt, wirkt es effektiver, weil es besser umgesetzt wird. Nun haben bekanntlich die weiblichen Zellen zwei X-Chromosomen, während die männlichen mit nur einem X- und einem  Y-Chromosom ausgestattet sind.

Durch Untersuchngen an Zellkulturen belegten die Forscher, dass ein sogenanntes Eiweiß PR70 den Tumor weniger schnell anwachsen lässt und somit eine hemmende Funkltion besitzt. In weiblichen Zellen mit zwei X-Chromosomen konnte ein höherer Anteil dieses schützenden Eiweißes nachgewiesen werden als in den männlichen XY-Chromosomen-Zellen.

Die Forscher gehen somit davon aus, dass der unterschiedliche Krankheitsverlauf eines malignen Melanoms unter anderem auf die genetischen Unterschiede beider Gewchlechter zurückzuführen ist.

Eine weitere Ursache des unterschiedlichen Melanom-Verlaufs bei Mann und Frau könnte auch sein, dass Frauen die Angebote zur Krebsfrüherkennung häufiger annehmen als Männer. Ein möglicher Hautkrebs wird somit gegebenenfalls früher entdeckt, um noch effektiver behandelt zu werden.

Die Empfehlungen auch vor diesem Studienergebnis lauten daher, im Rahmen einer Krebsvorsorge alle zwei Jahre eine Hautuntersuchung vom Facharzt durchführen zu lassen. Erste Warnsignale von Hautkrebs könnten asymmetrisch auftretende Muttermale (evtl. mit ungleichem fransigem Abschluss oder unterschiedlicher Färbung) und Muttermale ab einer Größe von zwei Millimetern oder auch Muttermale mit Juckreiz und unangenehm brennendem Gefühl sein.

Warzen – erfolgreich und dauerhaft behandeln

Wer kennt sie nicht, die lästigen Warzen, die scheinbar niemals verschwinden und gegen die es offensichtlich mehrere Behandlungsmethoden gibt. Doch welche ist die richtige? Und unter welchen Umständen ist die Wirkung tatsächlich von Dauer?

Diesen Fragen gingen Hautärzte aus Italien nach. Im Rahmen einer Studie mit 199 Teilnehmern untersuchten sie, welche Erfolgsquote bei den einzelnen Behandlungsformen zu erwarten ist, und welche individuellen Faktoren Einfluss auf das Risiko einer Warze und dessen Wiederauftreten nehmen.

Die Studienteilnehmer wurden in vier Gruppen unterteilt. Bei einer Gruppe wurde die Warze mittels gepulstem Farbstofflaser (PDL) behandelt. Die zweite Gruppe erhielt eine Behandlung mit CO2-Laser. Bei der dritten Gruppe wurde die Warze mit einer Säuretinktur therapiert, während die vierte Gruppe an einer Kryptotherapie, das heißt einer Vereisung der Warze, teilnahm. Alle Teilnahmer waren das erste Mal von einem Warzen-Befall betroffen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass 115 von den 199 Patienten nach 24 Wochen keine Warze mehr hatten. Der CO2-Laser wirkte dabei am schnellsten. Die Betroffenen waren nach etwa vier Wochen warzenfrei. Die Kältebehandlung hingegen zeigte ihre Wirkung erst nach etwa 24 Wochen.

Die Rückfallquote war bei der Farbstofflaser-Behandlung am geringsten und lag nach einem halben Jahr bei  26 %. Nach der Säurebehandlung kam es bei 45 % zur Rückkehr der zuvor entfernten Warze. Nach Vereisung trat die Warze bei 46 % wieder auf und in der Lasergruppe lag die Rückfallquote bei 52 %.

Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Warze nach Entfernung zurückkehrt, hängt neben der Therapiemethode aber auch vom Alter der Betroffenen ab. Diejenigen im Alter von unter 26 Jahren hatten im Vergleich zu älteren Studienteilnehmern eine um 50 % reduzierte Rückfallquote.

Interessanterweise lässt bei Rauchern der Behandlungserfolg sehr viel länger auf sich warten. Zudem erhöhe sich die Rückfallquote bei Rauchern im Vergleich zu Nichtrauchern um das Fünffache, so die Studienautoren.

Vitalstoffe und Ernährung

Folsäure senkt Risiko für Demenz

Eine gute Versorgung mit Folsäure im Alter kann das Risiko für die Entwicklung einer Demenz reduzieren. Wissenschaftler untersuchten die Daten einer Gruppe bestehend aus 1.321 Senioren. Sie befragten die zu Beginn der Studie demenzfreien Senioren zu deren Ernährungsgewohnheiten und verglichen diese mit der kognitiven (d. h. die Wahrnehmung, das Lernen, das Erinnern und das Denken betreffende) Entwicklung der folgenden 7,4 Jahre.

Ergebnisse
Senioren, die aufgrund ihrer Ernährung eine gute Versorgung mit dem Vitamin Folsäure aufwiesen, hatten im Vergleich zu den schlechter versorgten (Quintil 1 vs. Quintil 5) ein um ca. 50 % geringeres Risiko, im Folgezeitraum an einer Demenz zu erkranken.

Zusammenfassung
Eine ausreichende Folsäureaufnahme kann vor Demenz im Alter schützen.

Hinweis zum Versorgungszustand von Folsäure (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe vom 19. – 80. LJ. erreichen weniger als 50 % der Männer und Frauen die Zufuhrempfehlung. Den am schlechtesten versorgten Männern und Frauen fehlen circa 150 – 180 µg Folsäure.

Omega-3-Fettsäuren schützen Intelligenzquotient (IQ) im Alter

Die Einnahme der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) im Alter schützt den Intelligenzquotienten (IQ) und erhält das Hirnvolumen. In einer (randomisierten und placebokontrollierten Interventions-) Studie untersuchten Wissenschaftler die Wirkung einer täglichen DHA-Einnahme auf die Hirnfunktionen und das Hirnvolumen von 240 Senioren mit leichten altersbedingten kognitiven Beeinträchtigungen. Die über 65-Jährigen nahmen über 12 Monate täglich entweder 2 g DHA oder ein gleich aussehendes Präparat ohne wirksame Inhaltsstoffe, ein sogenanntes Placebo, ein.

Ergebnisse
Senioren profitierten von der DHA-Einnahme im Vergleich zum Placebo durch eine Verbesserung bestimmter geistiger Funktionen und eine Verlangsamung des altersbedingten Verlusts von Hirnsubstanz. Sie beobachteten im Vergleich zur Placebogruppe einen höheren IQ, eine bessere Informationsverarbeitung und ein besseres Erinnerungsvermögen.

Zusammenfassung
DHA-Supplemente verlangsamen den Verlust von Hirnsubstanz im Alter und erhalten geistige Funktionen.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Auch das Wenigrauchen nimmt uns Lebenszeit

Rauchen gefährdet die Gesundheit und erhöht die Sterblichkeit. Diese und ähnliche Aussagen hören wir und lassen sich auf den Zigarettenverpackungen lesen. Viele Gelegenheitsraucher haben bisher angenommen, dass sie ihrer Gesundheit damit nicht sonderlich schaden würden.

Eine US-amerikanische Studie zeigt jetzt jedoch ganz deutlich, dass auch Wenigraucher ihr gesundes langes Leben aufs Spiel setzen. Selbst eine Zigarette pro Tag erhöht das Sterberisiko der Raucher im Vergleich zu den Niemals-Rauchern um über 50 %, so lautet das Ergebnis. Demnach steckt bereits in jeder einzelnen Zigarette pro Tag ein nicht zu verachtendes Stückchen Gefahr für die Gesundheit, welche das Sterberisiko ansteigen lässt.

Im Rahmen der Studie wurden zwischen 2004 und 2005 290.000 US-Amerikaner im durchschnittlichen Alter von 71 Jahren zu ihrem Zigarettenkonsum befagt und Untersuchungen bezüglich des Gesundheitszustandes gemacht.

Im Ergebnis zeigte sich, dass das Rauchen von 1 bis 10 Zigaretten pro Tag das Risiko, früher zu sterben, um bis zu 90 % erhöhte im Vergleich zu den Nichtrauchern. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, nahm bei diesen Rauchern um das 9- bis 11-fache zu.

Bezüglich der ehemaligen Raucher zeigte sich ein höherer gesundheitlicher Profit, je früher diese mit dem Rauchen aufgehört hatten. Doch auch ihr Sterberisiko ist im Vergleich zu den Niemals-Rauchern um bis zu 40 % erhöht.

Diabetes führt zu erhöhter Sterblichkeit durch unterschiedlichste Todesursachen

Diabetes mellitus kann viele Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Insbesondere in dem frühen Stadium einer Erkrankung in den ersten zehn Jahren ist die Wahrscheinlichkeit für mögliche folgende Krankheiten erhöht. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung durch Blutzuckereinstellung ist daher wichtig.

Unter den Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus sind insbesondere die Gefäßkrankheiten zu nennen. Das Herz-Kreislauf-System wird mit den Jahren in Mitleidenschaft gezogen. Auch Erkrankungen der Nieren, Nerven, Augen, Extremitäten oder der Geschlechtsorgane sind zu beobachten.

Laut Ergebnis einer spanischen Studie mit über 55.000 Teilnehmern hat die Vielschichtigkeit der Folgeerkrankungen zur Folge, dass Diabetiker ein höheres Risiko haben, an den unterschiedlichsten Krankheiten und Ursachen früher zu sterben als ihre Mitmenschen. Die medizinischen Daten von Diabetikern als auch von Nicht-Diabetikern flossen in die Erhebung ein.

Es zeigte sich, dass bei den Diabetikern entsprechende Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei den Frauen um das 2,2-fache und bei den Männern um das 2-fache im Rahmen eines zehnjährigen Beobachtungszeitraums erhöht war im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung.

Die Sterblichkeit infolge einer Krebserkrankung erhöhte sich um 35 bis 70 %. Auch weitere Folgeerkrankungen des Diabetes erhöhten das Sterberisiko um 50 bis 80 %.