Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe: Schlafmangel fördert Heißhunger und Appetit // Grünkohl – das beste krebsvorbeugende Gemüse // Vollkeramikkronen // Kann Yoga bei Asthma helfen? // Gelenke von Marathon-Läufern nicht dauerhaft geschädigt // Ständiger Juckreiz nach dem Urlaub? Bettwanzen als mögliche Ursache // Neueste Empfehlungen für die Babyhaut-Pflege // Anthocyane senken LDL-Cholesterin // Omega-3-Fettsäuren senken Homocystein // Hat Tee eine gewisse Schutzfunktion vor Krebs? // Erschreckendes zum Weltnichtrauchertag: Raucherinnen leben durchschnittlich zehn Jahre kürzer

Gesundheit und Prävention

Lebensmittelbetrug – gefährliche Haselnussprodukte für Allergiker

Wie wichtig der Markt für Haselnussprodukte und dessen Kontrolle auch vor dem Hintergrund der häufig auftretenden Nussallergie ist, zeigt eine aktuelle Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Im Rahmen einer weltweit koordinierten Aktion zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug haben deutsche Kontrollstellen einen Betrug bei Haselnussprodukten aus der Türkei, Georgien und Italien aufgedeckt. Sie mussten feststellen, dass entsprechende Produkte hohe Anteile an Erdnüssen, Cashewkernen oder Mandeln ohne dessen Kennzeichnung enthielten. Die Kontrolleure sprechen dabei von einer Manipulation dieser Produkte.

Untersucht wurden Ende 2016 über 100 Haselnusserzeugnisse von 28 Herstellern weltweit. Über 545 Tonnen entsprechender Erzeugnisse wurden dabei näher unter die Lupe genommen. Diese Kontrollen stießen auf überraschende Ergebnisse. So wurde unter anderem gehackten Haselnüssen aus Georgien Erdnussanteile in Höhe von 8 % beigemischt, oder einer italienischen Haselnusspaste sogar 45 %ige Cashewkernanteile untergejubelt. Weiterhin gab es Erzeugnisse, die zu 27 % Mandeln enthielten, obwohl diese nicht auf der Zutatenliste angegeben waren.

Für die vielen Nussallergiker sind derartige unerkennbaren Beimischungen unverzeihlich und gesundheitsgefährdend. Die Waren wurden unverzüglich aus dem Verkehr genommen, und die Fälle teilweise an die Kriminalpolizei übergeben. Die deutschen Behörden hatten schon länger den Verdacht auf entsprechende Manipulationen, bei denen hochpreisigere Haselnusserzeugnisse teilweise durch kostengünstigere Waren ersetzt wurden.

Sämtliche internationalen Überwachungsbehörden sehen sich mit diesen Fällen wieder bestätigt, wie wichtig die Zusammenarbeit der einzelnen Staaten und deren Zölle ist, um entsprechend manipulierte Warenlieferungen und Lebensmittelbetrügereien weltweit aufzudecken.

Effektives Studieren – besseres Lernen am späteren Tag

Wer als Student effektiver sein möchte, sollte sich auf Lernzeiten von 11.00 bis 21.30 Uhr konzentrieren. Frühe Kurse am Morgen scheinen laut Ergebnis einer Studie der Universität in Nevada in dieser Hinsicht eher von Nachteil für die Lerneffektivität zu sein. Vor diesem Hintergrund bietet diese Universität beispielsweise bereits vermehrt Kurse zur späteren Tageszeit sowie online an.

In Anlehnung an vorherige Studien, die bereits zu ähnlichen Ergebnissen gekommen waren, wurden Studenten des ersten bis vierten Semesters bezüglich ihrer Lernmuster und Lernzeiten befragt und mit Hilfe spezieller Tests untersucht. Ziel war es unter anderem, die effektivsten Anfangszeiten einer Lerneinheit zu bestimmen. Gefragt wurde auch nach den Schlafenszeiten und danach, wie die Teilnehmer ihre kognitiven Fähigkeiten im Laufe des Tages einschätzten.

Im Ergebnis zeigte sich, dass sich der natürliche biologische Tagesrhythmus eines jungen Erwachsenen von dem eines Erwachsenen mittleren Alters unterscheidet und etwa zwei Stunden später am Tag beginnt. Sicherlich gibt es hier individuelle Ausnahmen.

Die Studienautoren ziehen aus weiteren Ergebnissen den Schluss, dass ein optimaler Vorlesungs- und Kursbeginn für die Studierenden um frühestens 11.00 Uhr sein solle, um das Lernen effektiver zu machen. Vor diesem Hintergrund empfehlen sie auch, ein zunehmendes Augenmerk auf Online-Kurse zu setzen, um den Studenten die Möglichkeit zu bieten, sich in Eigenregie im individuell optimalen Zeitfenster dem Studium erfolgsorientierter widmen zu können.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Auswahl der richtigen Zahnpasta

Um aus dem nahezu unüberschaubaren Angebot eine Zahnpasta auszuwählen, welche geeignet für die individuellen Bedürfnisse erscheint, müssen ihr Reinigungseffekt bei Schonung der Zahnhartsubstanz und ihre jeweilige Indikationsstellung (Synonym: Heilanzeige) berücksichtigt werden.

Das Zähneputzen ist für den lebenslangen Erhalt der Mundgesundheit unabdingbar. Dabei ergänzen sich eine geeignete Putztechnik, eine Zahnbürste und Zahnpasta sinnvoll zur Basispflege, die durch weitere Hilfsmittel wie beispielsweise Interdentalraumbürsten (Zahnzwischenraumbürstchen) erweitert werden sollte.

Bei der Auswahl geeigneter Produkte zur Basispflege muss bei allem unbestreitbaren Nutzen dennoch darauf geachtet werden, dass die Zahnsubstanz nicht durch zu starke Abrasion (mechanischen Abrieb) geschädigt wird.

Während gesunder Zahnschmelz in der Regel nahezu keinen Abtrag erleidet, muss bei durch Erosionen (Säureschäden) oder durch Initialkaries demineralisierten Zahnschmelz (durch beginnende Zahnfäule durch Herauslösen von Mineralstoffen erweichten Zahnschmelz) und bei freiliegendem Dentin (Zahnbein) im Bereich der Zahnhälse mit Abtrag von Zahnsubstanz gerechnet werden.

Anforderungen
Unabhängig von der Darreichungsform (als Paste, Gel oder Pulver) stellt die FDI (World Dental Federation, Fédération Dentaire Internationale; internationale Zahnärztevereinigung) folgende Anforderungen an eine Zahnpasta (im International Standard for Toothpastes 1988):

  • bei normaler Anwendung darf sie nicht gesundheitsschädigend sein
  • sie darf keine Saccharose (Synonyme: Rohrzucker, Rübenzucker, Zucker) oder andere abbaubare Kohlenhydrate enthalten
  • Süßstoffe wie Sorbit, Xylit oder Saccharin sind erlaubt
  • Inhaltsstoffe, auch Konservierungsmittel, Geschmacks- und Aromastoffe müssen auf der Tube gelistet sein
  • der pH-Wert (Maß für den sauren oder basischen Charakter einer wässrigen Lösung) muss angegeben sein
  • ein Verfallsdatum muss angegeben sein, sofern die Paste weniger als 30 Monate gebrauchsfähig sein sollte
  • auf die Abrasivität (Schmirgelwirkung) sollte hingewiesen werden, z. B. mit dem Vermerk „gering abrasiv
  • u. a.

Zusammensetzung von Zahnpasten

  • Wasser
  • Putzkörper (schmirgelnde Substanzen) – z. B. Siliciumdioxid, Aluminiumoxidtrihydrat, Calciumcarbonat / Kreide, unlösliche Metaphosphate, Calciumhydrogenphosphat, Calciumhydrogenphosphatdihydrat, Natriumhydrogencarbonat, Kieselsäure, Polyethylenkügelchen
  • Feuchthaltemittel – z. B. Glycerin, Sorbit, Xylit, Propylenglykol)
  • Bindemittel (zur Stabilisierung) – z. B. Alginate, Carragenan, Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
  • Tenside (oberflächenaktiv wirkende Substanzen, bilden Schaum zur besseren Verteilung der Paste) – z. B. Aminfluorid, Natrioumlaurylsulfat, Natriumlaurylsarcosinat
  • Süßstoffe – z. B. Saccharin, Aspartam, Xylit, Cyclamat
  • Geschmackszusätze – z. B. Pfefferminzöl, Menthol, Nelkenöl, Anisöl, Fenchelöl, Limonene
  • therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe
  • Farbstoffe – z. B. weiß durch Titandioxid; Patentblau V, Chlorophyllin, Chinolingelb
  • Konservierungsmittel – z. B. Backpulver / Natriumhydrogencarbonat, Chlorhexidindigluconat, Methylparaben, p-Hydroxybenzoesäurepropylester

Indikationen (Anwendungsgebiete)
Die FDI (Fédération Dentaire Internationale, internationale Zahnärztevereinigung) liefert folgende Definition: Zahnpasten sind „Präparate, die unabhängig von ihrer Zusammensetzung dazu bestimmt sind, zugängliche Zahnflächen mit der Zahnbürste zu reinigen. Sie können zusätzlich Träger für das Einbringen von Wirkstoffen zur Erhaltung der oralen (Mund-) Gesundheit sein.“

Sport

Kinder, die sich viel bewegen, zeigen seltener depressive Symptome

Körperliche Bewegung tut den Kindern gut. Das wussten schon unsere Großeltern, und das ist auch mehrfach bewiesen. Wie wichtig sportliche Aktivitäten und das regelmäßige Rumtoben für die Kleinen und dessen weiteres Leben ist, zeigt das Ergebnis einer norwegischen Studie.

Demnach scheint nicht nur die körperliche Fitness der Kinder zu profitieren, sondern auch die Entwicklung und Gesundheit der Psyche. 800 Kinder im Alter von sechs Jahren nahmen an der Studie teil. Mit Hilfe eines Aktimeters, den sie täglich bei sich trugen, wurde für den Zeitraum von einer Woche ihre körperliche Aktivität gemessen. Nach jeweils zwei Jahren wurde die Messung bis zum zehnten Lebensjahr wiederholt.

Durch weitere Untersuchungen wurde deutlich, dass Kinder, die sich täglich mindestens zwei Stunden aktiv körperlich bewegen, in den nachfolgenden Jahren nur selten depressive Symptome zeigten. Einen derartigen stimmungsaufhellenden Effekt haben bewegungsträge Kinder demnach nicht.

Interessanterweise scheinen Kinder, die sich bereits mit sechs Jahren körperlich intensiver bewegt haben, dieses sportliche Verhaltensmuster auch während der gesamten Grundschulzeit beizubehalten. Die Bewegungsmuffel änderten in dieser Zeit an ihrem trägen Verhalten eher selten etwas und waren über die Jahre hinweg nur wenig körperlich aktiv.

Mittäglicher Durchhänger? Bewegung statt Koffein!

Wer kennt das nicht? Zur Halbzeit eines Tages fühlen wir uns müde und träge und würden das Mittagstief am liebsten durch ein Mittagsschläfchen umgehen. Doch leider lässt sich eine entsprechende Siesta oftmals nicht in unseren wöchentlichen Alltag einbinden. Da greifen die meisten Menschen schnell zum Kaffee und hoffen dadurch auf mehr Wachheit.

US-amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass man einer entsprechenden Mittagsflaute effektiver begegnen kann, indem man sich körperlich bewegt, statt koffeinhaltige Getränke zu konsumieren. Die Studienteilnehmer waren im jungen Erwachsenenalter, bekamen durchschnittlich höchstens 6,5 Stunden nächtlichen Schlaf, tranken im normalen Maße Koffeinhaltiges und trieben eher wenig Sport.

Um die Wirksamkeit von Koffein im Vergleich zur körperlichen Bewegung bei Übermüdung zu ermitteln, sollten Frauen ein zehnminütiges Treppensteigen absolvieren oder an einem anderen Tag 50mg Koffein zu sich nehmen. Mit Hilfe von Fragebögen und Reaktions- sowie Konzentrationstests wurde anschließend die Leistungsfähigkeit ermittelt.

Im Ergebnis zeigte sich, dass sich das Treppensteigen im Vergleich zum Kaffeetrinken positiver auf die Dynamik und den Energiestatus der Teilnehmerinnen auswirkte. Diese fühlten sich danach wacher und fitter, auch wenn eine bessere Konzentrationsfähigkeit danach nicht gemessen werden konnte.

Sicherlich scheinen höhere Mengen an Koffein als Muntermacher wissenschaftlich belegt zu sein, doch bei Vieltrinkern vermag es wiederum seine Wirkung zu verlieren. Deshalb könnte ein mittägliches, zehnminütiges Bewegungsprogramm beispielsweise im Treppenhaus des Bürogebäudes eine gesündere und effektivere Alternative zum Kaffeetrinken sein.

Beauty und ästhetische Medizin

Hat die Attraktivität des Partners Einfluss auf das Konsumverhalten?

Viele Menschen verhalten sich anders, wenn sie es mit gut aussehenden Mitmenschen zu tun haben. So geschieht es scheinbar auch beim Ernährungsverhalten. Wie lässt sich das Verhalten beim gemeinsamen Restaurantbesuch durch das Aussehen und die Attraktivität des Gegenübers beeinflussen?

Dieser Frage ging ein Wissenschaftler der schwedischen Universität Karlstad nach und untersuchte, ob Männer eine andere Restaurant- oder Speisenauswahl treffen, wenn sie mit einer attraktiven Begleitung essen gehen.

Im Rahmen der Studie wurden 530 männlichen und weiblichen heterosexuellen Studenten unter anderem Bilder von attraktiven und weniger attraktiven Personen gezeigt. Sie sollten unter anderem angeben, wie viel Geld sie für ein gemeinsames Essen ausgeben und welche Art von Speisen sie bevorzugen würden.

Im Ergebnis zeigte sich, dass ein gemeinsamer Restaurantbesuch im Rahmen eines Rendevouz bei Männern ein wichtiges Kommunikationsmittel darstellt, in dem insbesondere der Mann sich durch sein Verhalten präsentieren möchte. Im Falle eines hübschen Gegenübers tendiert er eher zu teuren Speisen und Getränken. „Mann“ möchte sich mit einem angesehenen und wohlhabenden Status präsentieren.

Bei den Frauen ist das scheinbar anders. Sie wählten die eher gesünderen und frischeren Gerichte aus nachdem sie attraktive Männer zu Gesicht bekommen hatten. Ihnen ist es offensichtlich wichtiger, sich bei guter Gesundheit zu zeigen.

Das Studienergebnis zeigt wieder einmal, wie sich das Verhalten vieler Menschen durch das Aussehen und die Attraktivität ihrer Mitmenschen beeinflussen lässt. Nicht zuletzt die Werbeindustrie profitiert von derartigen, teilweise unbewussten Verhaltensmustern.

Vom Aussehen auf den Charakter schließen – Verstärkt die Filmindustrie dieses Vorurteil?

Viele Betroffene einer Hauterkrankung oder eines unschönen Aussehens haben mit den Vorurteilen ihrer Mitmenschen zu kämpfen. Was sich als unschön oder hautkrank zeigt, wird nicht selten als hässlich und falsch bewertet. Viele Spielfilme und deren Rollenverteilungen tragen scheinbar zur Stigmatisierung entsprechender Betroffener bei.

Angeblich hässliche Menschen oder Menschen mit äußerlichen Makeln spielen darin in der Regel auch eher die schlechten Charaktere. Die Filmemacher bedienen sich der dermatologischen Makel, wenn es darum geht, eine gute Besetzung für einen Schurken oder Bösewicht zu finden. Diese Verbindung ist für die tatsächlich betroffenen Menschen der realen Welt jedoch äußerst problematisch.

Vor diesem Hintergrund  nahmen Dermatologen der Universität in Texas viele bekannte Filme und deren Bösewichte näher unter die Lupe. Bei dieser Recherche stellten sie fest, dass tatsächlich sechs von zehn Rollen solcher bösen Menschen von Darstellern mit dermatologischen Auffälligkeiten besetzt waren.

Ihr Äußeres fiel durch Gesichtsnarben und -warzen, tiefe Falten und Fehlpigmentierung oder durch schütteres, unschönes Haar auf. Die Guten in den Filmen hingegen zeigten keinerlei auffällige dermatologische Befunde. Sie waren gewissermaßen ohne äußerliche Makel.

In vielen Filmen wird das Vorurteil, dass „schön für gut“ und „hässlich für böse“ steht, ohne Zweifel gespeist. In den USA gehen Betroffene einer derartigen Vorverurteilung so weit, dass sie beispielsweise im Rahmen der „National Organization for Albinism and Hypopigmentation“, eine Patientenorganisation von Menschen mit Albinismus und Pigmentstörungen der Haut, vehement gegen eine derartige Rollenverteilung protestierten.

Vitalstoffe und Ernährung

Gehirnfitness: Vitamin D erhält kognitive Funktionen im Alter

Vitamin D  könnte vielleicht die Alterung des Gehirns verlangsamen. Eine kürzlich veröffentlichte (Kohorten-) Studie mit 1.202 Teilnehmern im Alter von über 60 Jahren untersuchte aus diesem Grund den Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Konzentration im Blut der einzelnen Teilnehmer und deren kognitivem Abbau im Alter. Kognitive Funktionen sind z. B. Wahrnehmen, Erinnern, Lernen und Planen. Zur Erfassung der kognitiven Entwicklung absolvierten die Teilnehmer zu Beginn und nach durchschnittlich zwei Jahren einen Mini-Mental-Status-Test (MMST).

Ergebnisse
Teilnehmer mit einem schlechten Vitamin D-Status hatten ein erhöhtes Risiko für einen kognitiven Abbau. Im Vergleich mit den Teilnehmern mit einer hohen Vitamin D-Konzentration (Quartil 4) erhöhte sich das Risiko für alle anderen um mehr als das Doppelte, sich während der zwei Jahre um mehr als drei Punkte beim MMST zu verschlechtern. Auch zeigte sich, dass Teilnehmer mit einer anfänglich geringen Vitamin D-Konzentration  3,2-fach häufiger kognitive Defizite aufwiesen als die am besten Versorgten.

Zusammenfassung
Ein optimaler Vitamin D-Status könnte nach den Erkenntnissen dieser Studie Einfluss auf die kognitive Entwicklung im Alter nehmen.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Elektrosmog im privaten Wohnbereich nicht unterschätzen!

Immer wieder gerät die die elektromagnetische Strahlung, die von den elektrischen und elektronischen Geräten unseres Alltages ausgehen, in die öffentliche Diskussion. Wissenschaftler, Politiker und auch Ärzte haben manchmal Erklärungsnot, weil es immer wieder neue Studien zu diesem Thema gibt, die eine Belastung für die Gesundheit annehmen.

Eine kürzlich veröffentlichte Leitlinie der Arbeitsgruppe „EMF“ der Europäischen Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) fasst den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema zusammen.

Überall, wo elektrischer Strom produziert wird oder die Elektrizität zum Einsatz kommt, wo elektrische Spannung entsteht und fließt, bauen sich elektromagnetische Felder und Wellen (EMF) auf. Ob beispielsweise Elektrogeräte, Steckdosen, Stromkabel, Sendeantennen oder Drahtlosnetzwerke – von all diesen elektrischen Stationen können Nebenwirkungen ausgehen, die jedem als unerwünschter Elektrosmog bekannt sind.

Unter anderem die WHO und das Bundesamt für Strahlungsschutz haben darauf hingewiesen, die Belastungen durch elektromagnetische Felder möglichst zu reduzieren. Sie versuchen damit nicht nur die großen Konzerne, sondern auch den Endverbraucher im Rahmen ihres Alltages anzusprechen. Denn so manche Studienergebnisse geben den Wissenschaftlern Anlass zur Sorge.

So gibt es beispielsweise Zusammenhänge zwischen elektromagnetischer Strahlung und Krebserkrankungen. Die natürlichen biologischen Abläufe könnten durch die Strahlen und Wellen derart beeinflusst werden, dass neben neurologischen Auswirkungen auch negative Effekte auf die Fortpflanzungsorgane anzunehmen sind.

Bei Frauen, die häufig EMF-Strahlen ausgeliefert waren, kam es beispielsweise zu nachteiligen Auswirkungen auf die Geburt oder gar zu Fehlgeburten. Und bei Männern wurde unter anderem eine schlechtere Spermienbeweglichkeit oder eine verminderte Lebensfähigkeit sowie ein vorzeitiges Absterben der Spermien beobachtet.

Schlafprobleme – natürliches Licht kann helfen

Viele Menschen liegen nachts wach. Bei einigen verschwinden die Schlafprobleme nach kurzer Zeit wieder, bei anderen werden sie aber zu einem chronischen Begleiter, der den Körper in einen Ausnahmezustand versetzen kann. Auf Dauer stellen sich für die Betroffenen erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen oder sogar Probleme ein.

Insbesondere Menschen in zunehmendem Alter haben mit Schlafstörungen zu tun. Man schätzt, dass fast 50 % der 60-Jährigen darunter leiden. Leider werden sie von den Betroffenen einfach hingenommen und verharmlost. Der Körper wird durch mangelhaften und unregelmäßigen Schlaf jedoch auf Dauer geschwächt, und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Schlafprobleme können zudem viele Krankheiten, die im Alter vermehrt auftreten, verstärken. Deshalb ist es umso wichtiger, den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus wiederherzustellen.

US-amerikanische Wissenschaftler weisen darauf hin, dass viele Schlafprobleme durch mehr natürliches Licht ausgeglichen werden könnten. Sie nehmen an, dass viele Betroffene abends zu lange aufbleiben und daher zu viel Zeit unter künstlichem Licht verbringen.

Betroffene Studienteilnehmer sollten daher einige Tage und Nächte unter natürlichem Licht verbringen und auf elektrisches Licht, Taschenlampe, Handy und Co. verzichten. Sie verbrachten einige Tage beim Campen, wo lediglich Sonne, Mond und Feuer für Licht sorgten. Es wurden unter anderem die Werte des Hormons Melatonin gemessen, welches für die Steuerung des Tag-Nacht-Rhythmus ausschlaggebend ist.

Bereits nach einer Woche ohne künstliches Licht fanden die Teilnehmer ihren natürlichen, gesunden Schlaf-Rhythmus wieder. Sie gingen folglich im Durchschnitt 2,5 Stunden eher schlafen und profitierten von einem längeren, ausgeglicheneren Schlaf. Die Wissenschaftler ziehen den Schluss, dass zu viel künstliches Licht ein wichtiger Mitverursacher für Einschlaf- und Durchschlafprobleme ist.