Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe: Weniger Penicillinallergiker als bisher angenommen // Verändert Alkohol in der Schwangerschaft die Gesichtszüge des Nachwuchses? // Endokarditis&shyprophylaxe // Sport und internetbasierte Verhaltenstherapie sehr effektiv bei Depression // Fitness-Tracker nicht so effektiv wie erhofft? // Haben Männer mit grauem Haar häufiger Probleme mit dem Herzen? // Sonnenbrand trotz UV-dichtem Sonnenschirm! // Studie: Magnesium verbessert depressive Symptome // Marine Omega-3-Fettsäuren bei Fettleber&shyerkrankungen: Review // Rauchverbote – großer gesundheitlicher Profit für Nichtraucher // Diabetiker aufgepasst! Entzündete Leber erhöht Cholesterinspiegel als Folgeschaden bei Diabetes

Gesundheit und Prävention

Weniger Penicillinallergiker als bisher angenommen

Bei vielen Menschen, bei denen vor Jahren eine Penicillinallergie festgestellt wurde, scheint die damalige Diagnose falsch gewesen oder mittlerweile verjährt zu sein.

Wissenschaftler aus den USA und Australien haben in ihren Untersuchungen herausgefunden, dass es möglicherweise niemals so viele Betroffene einer Penicillinallergie gegeben hat und derzeit gibt, wie bisher dokumentiert ist.

Zum einen ist der Unterschied zwischen der dokumentierten und der tatsächlichen Anzahl der Betroffenen darauf zurückzuführen, dass entsprechende Hinweise der Patienten schon damals nicht ausreichend untersucht wurden. In einigen Fällen seien mögliche Unverträglichkeitsreaktionen gegebenenfalls gar nicht auf die Einnahme von Penicillin zuruckzuführen gewesen. Möglicherweise seien schon in der Kindheit andere Ursachen für einen Hautausschlag verantwortlich gewesen zu sein.

Zum anderen ist anzunehmen, dass viele Betroffene, die früher eine Penicillinallergie hatten, heute nicht mehr davon betroffen sind. Denn die entsprechende Unverträglichkeitsreaktion könnte mittlerweile vom Immunsystem „vergessen“ worden sein, so wie es bei einigen allergischen Reaktionen durchaus möglich ist. Entsprechende Einträge in den Papieren der Betroffenen könnten daher heute tasächlich gelöscht werden, weil sie nicht mehr aktuell sind.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass lediglich 1,7 % der Patienten mit einer vor Jahren diagnostizierten Penicillinallergie heute tatsächllich gegen Penicillin allergisch seien. Um in den Einzelfällen sicher zu gehen, sei es notwendig, mittels aussagekräftiger Haut- und Labortests sowie weiterer Provokationstests eine Allergie auf Penicillin klar zu diagnostizieren, um dann über einen notwendigen Verzicht auf Penicillin entscheiden zu können.

Verändert Alkohol in der Schwangerschaft die Gesichtszüge des Nachwuchses?

Dass Alkohol in der Schwangerschaft dem Baby schadet, ist bekannt. Das sogenannte Fetale Alkoholsyndrom (FAS) kann hervorgehen, wenn die Mutter in den entscheidenden 12 Monaten häufiger Alkohol konsumiert hat. Lebenslange Beeinträchtigungen wie Lernschwächen, Störungen im Sprach- und Verhaltensmuster oder Nachteile in der Motorik kennzeichnen dieses Syndrom.

Jetzt haben Forscher aus Australien herausgefunden, dass der Genuss von Alkohol in der besonders empfindlichen Frühschwangerschaft dazu führen kann, dass sich die Gesichtsform des Babys verändert.

Im Rahmen einer Studie wurden mit Hilfe von speziellen Kameras die Gesichtszüge von über 400 Babys verglichen. Ihre Mütter hatten in unterschiedlichem Maße Alkohol während der Schwangerschaft konsumiert beziehungsweise darauf verzichtet.

Im Ergebnis zeigte sich, dass bereits geringe Alkoholmengen wie beispielsweise eine Flasche Wein oder zwei Flaschen Bier pro Woche, das Gesicht veränderten: Die betroffenen Kinder zeigten im mittleren Gesichtsbereich flachere Ausprägungen, eine vergleichsweise kürzere Nase sowie eine weniger vollmundige Lippe.

Diese untypischen Ausprägungen zeigten sich umso mehr, je mehr Alkohol von der werdenden Mutter getrunken wurde. Ebenso waren die Gesichtszüge umso mehr verändert, sofern die Schwangere bereits in den kritischen ersten Schwangerschaftsmonaten Alkohol konsumiert hatte.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Endokarditisprophylaxe

Bei der Endokarditis handelt es sich um eine bakteriell verursachte, subakut oder hochakut verlaufende Entzündung des Endokards (Herzinnenhaut), die mit einer hohen Mortalität(Sterblichkeitsrate) einhergeht.

Da im Rahmen zahnärztlicher Eingriffe Bakterien aus der Mundhöhle ins Blutgefäßsystem übertreten können und dort eine transitorische (vorübergehende) Bakteriämie (Vorhandensein von Bakterien im Blut) verursachen, besteht die Gefahr, dass diese Bakterien bei Patienten mit bestimmten Risikofaktoren eine Endokarditis auslösen. Die bakterielle Besiedlung des Endokards soll durch eine sogenannte Endokarditisprophylaxe in Form von prophylaktischen Antibiotikagaben verhindert werden.

Bei gefährdeten Patienten liegen turbulente Strömungen an Engstellen oder Endokardläsionen im Herzen vor. Dort können sich Thromben (Blutgerinnsel) dem Endokard auflagern, die wiederum von den Endokarditis auslösenden Bakterien besiedelt werden.

In der Endokarditisprophylaxe hat in den vergangenen Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden: die verschiedenen Fachgesellschaften haben ihre Empfehlungen zur Antibiotikagabe, die zuvor bei Patienten mit Herzfehlern (auch Herzfehlbildung, Herzvitium) oder Herzklappenerkrankungen auf breiter Basis routinemäßig durchgeführt wurde, stark eingeschränkt. Hintergrund des geänderten Vorgehens sind die folgenden Tatsachen:

  • Es muss davon ausgegangen werden, dass alltägliche Hygienemaßnahmen wie die Zahnpflegeund sogar der Kauvorgang selbst regelmäßig zu Bakteriämien führen. Sollte ein Patient auf Grund seines Allgemeinzustands empfänglich für die Entstehung einer Endokarditis sein, so könnte mit der passageren Antibiotikagabe im Zusammenhang mit einer zahnärztlichen Behandlung ohnehin nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Endokarditiden verhindert werden.
  • Es fehlen für das Konzept der Endokarditisprophylaxe entsprechende standardisierte Studienam Menschen, die die Effektivität und Effizienz der Prophylaxe beweisen; vielmehr beruht das Vorgehen auf Fallberichten, tierexperimentellen Studien und teilweise uneinheitlichen Expertenmeinungen.

In einem weiteren Punkt ist sich die Expertenschaft ebenfalls einig: Eine gute Mundhygiene und gute zahnärztliche Versorgung mit Füllungen, ggf. Zahnersatz und Entzündungsfreiheit des Zahnhalteapparates sind für die gefährdeten Patienten als Prophylaxe einer infektiösen Endokarditis von großer Bedeutung.

Zwar kann die Zahnpflege selbst auch Bakteriämien verursachen, gerade aus diesem Grunde ist es aber wichtig, die Zahl der in der Mundhöhle ansässigen Keime unter Ausreizung aller Möglichkeiten durch hervorragende Mundhygiene auf ein Minimum zu reduzieren.

Indikationen (Anwendungsgebiete)
Von allen Fachgesellschaften wird eine Prophylaxe nur noch für Hochrisikopatienten empfohlen, bei denen eine Endokarditis im Erkrankungsfall mit hoher Wahrscheinlichkeit einen schweren bzw. letalen(tödlichen) Verlauf nehmen würde:

  • Patienten mit mechanischem oder biologischem Herzklappenersatz
  • Patienten mit rekonstruierten Klappen aus alloplastischem Material (diese Materialien sind dem Knochengewebe ähnlich, werden aber synthetisch hergestellt) in den ersten sechs Monaten nach der Operation; das Material ist nach diesem Zeitraum vollständig mit Endokard überzogen und darin integriert
  • Patienten mit überstandener Endokarditis, da diese bei Neuerkrankung eine höhere Komplikationsrate haben
  • Patienten mit angeborenen zyanotischen Herzfehlern (= Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt; diese zeichnen sich durch die Zyanose – bläuliche Verfärbung der Haut oder Schleimhäute – aus, die durch die Umgehung des Lungenkreislaufs zustande kommt.), die operativ gar nicht oder palliativ mit einem systemisch-pulmonalen Shunt (Verbindung zwischen System- und Lungenkreislauf) versorgt sind
  • Patienten mit operierten Herzfehlern mit implantierten Conduits (mit und ohne Klappe) oder residuellen Defekten, wodurch turbulente Strömungen, d. h. turbulente Blutströmungen im Bereich des prothetischen Materials entstehen
  • alle operativ oder interventionell mit prothetischem Material behandelten Herzfehler in den ersten sechs postoperativen Monaten
  • herztransplantierte Patienten mit kardialer Valvulopathie (Herzklappenschäden)

Sport

Sport und internetbasierte Verhaltenstherapie sehr effektiv bei Depression

Betroffene einer Depression bekommen oftmals aufgrund mangelnder Psychotherapieplätze keine professionelle Hilfe. Auf der anderen Seite gibt es viele Betroffene, die eine professionelle Hilfe nicht annehmen wollen. Für diese Fälle stellen Sport oder eine internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (iKVT) gute alternative Behandlungsmethode dar, zu denen die Betroffenen einen einfachen Zugang finden könnten.

Um Informationen zur Wirksamkeit, insbesondere zur Langzeitwirkung dieser beiden alternativen Therapieformen zu erhalten, wurden im Rahmen einer Studie fast 1.000 Patienten einer leichten bis mittelgradigen Depression begleitet. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt. Die erste absolvierte über drei Monate hinweg bis zu dreimal wöchentlich ein durch einen Trainer begleitetes Fitnesstraining.

Die zweite Gruppe erhielt ein internetbasiertes Selbsthilfemodul mit psychotherapeutischen Elementen, die durch erfahrene Therapeuten gesteuert wurden. Die dritte Gruppe erhielt eine herkömmliche Therapie durch Hausarzt, Psychiater und Psychotherapeuten, das sogenannte „treatment as usual“ (TAU).

Die Teilnehmer wurden während und fast ein Jahr nach Beendung der drei Therapieprogramme untersucht und befragt.

Im Ergebnis zeigte sich, dass sowohl Sport als auch die internetbasierte Therapieform eine gute Alternative zur herkömmlichen Therapie bei einer leichten bis mittelschweren Depression darstellen. In der Sport- und iKVT-Gruppe besserten sich die Symptome innerhalb der drei Behandlungsmonate sogar noch eindeutiger als in der dritten Vergleichsgruppe. Auch nach dem anschließenden neunmonatigen Beobachtungszeitraum hielt die positive Wirkung noch an.

Die Wissenschaftler weisen folglich darauf hin, dass Sport ebenso wie die internetbasierte Verhaltenstherapie ebenbürtige alternative antidepressive Therapieformen darstellen, die für viele Betroffene leichter zugänglich und umsetzbar seien als die herkömmliche Therapie.

Fitness-Tracker nicht so effektiv wie erhofft?

Fitness-Tracker sind zunehmend beliebt. Sie geben jedoch Ansätze zu Diskussionen, in denen ihre Effektivität thematisiert wird. So gibt es beispielsweise Studien, die belegen, dass das Tragen eines Aktivitäts-Trackers bei übergewichtigen Personen nicht zum erhofften Gewichtsverlust beiträgt. Auch ohne derartige elektronische Messgeräte nahmen die Betroffenen mit Hilfe herkömmlicher Methoden ab.

Eine andere Studie aus Singapur zeigt, dass die Fitness-Tracker insbesondere auch langfristig nicht zur erwünschten Effektivität beitragen. Die Träger solcher Geräte scheinen vorübergehend motiviert, eine Steigerung ihrer körperlichen Aktivität zu erreichen. Schnell jedoch verfallen sie in ihre alten Bewegungsmuster zurück.

Auf Dauer scheint ein individuelles Trainingsprogramm zu mehr körperlicher Bewegung und somit zu einem größeren gesundheitlichen Nutzen zu führen. Fitness-Tracker stellen demnach lediglich kurzfristig eine Motivationshilfe dar.

Interessanterweise hält der anfängliche „Hipe“ beziehungsweise Wunsch nach einem Fitness-Tracker bei 40 % der Anhänger lediglich für die Dauer von einem halben Jahr an. Nach dieser Zeit legen viele Freizeitsportler dieses Gerät wieder ab. Nach wie vor scheinen herkömmliche Fitnessmethoden mehr Anreize zu geben und somit zu einer besseren Effektivität, die auch von Dauer ist, beizutragen.

Beauty und ästhetische Medizin

Haben Männer mit grauem Haar häufiger Probleme mit dem Herzen?

Das fortschreitende Alter macht sich bei vielen Männern unter anderem durch die Veränderung der Haarfarbe bemerkbar. Als Folge der gedrosselten Produktion von Haarpigmenten erscheinen die Haare zunehmend grau oder weiß. Eine weitere altersbedingte Entwicklung ist es, dass das zunehmende Alter häufig auch vermehrte Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems mit sich bringt.

Wissenschaftler aus Ägypten gingen nun der Frage nach, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen diesen beiden typischen altersbedingten Veränderungen im Körper. Deutet womöglich das Ergrauen der Haare auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko hin?

Untersucht wurden 545 Männer, bei denen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vermutet wurde, und die daher an entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen teilnahmen. Gemäß des Zustandes ihrer Erkrankung wurden sie in mehrere Gruppen unterteilt. Zeitgleich wurden sie in Abhängigkeit ihrer Haarfarbe beziehungsweise ihres Grades der Ergrauung in weitere Gruppen aufgeteilt.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass Männer, bei denen ein erhöhter Grad der Haarergrauung festgestellt wurde, das heißt, die schneller und intensiver graues Haar bekommen hatten, häufig auch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigten. Ihre Anfälligkeit für Herzerkrankungen war demnach höher als bei denen, die weniger vom Farbverlust der Haare betroffen waren.

Wichtige Einflussfaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes wurden dabei selbstverständlich berücksichtigt.

Es wird vermutet, dass es sowohl bei der Veränderung der Haarfarbe als auch bei der Entwicklung des zunehmenden Herz-Kreislauf-Risikos ähnliche Mechanismen sind, die als Ursache herangezogen werden können. Dazu zählen Hormonveränderungen, fehlende DNA-Reparaturmechanismen, oxidativer Stress oder die Zunahme von Entzündungen, die mit zunehmendem Alter vermehrt auftreten.

Sonnenbrand trotz UV-dichtem Sonnenschirm!

So mancher sonnenhungrige Urlauber hat sich in den vergangenen Sommermonaten unter einem Sonnenschirm in Sicherheit gewähnt. Doch auch hier schlagen die Mediziner Alarm! Denn ein UV-dichter Sonnenschirm scheint nicht vor einem Sonnenbrand zu schützen. Nach wie vor sei das Eincremen mit einem ausreichenden Sonnenschutz sowie eine vernünftige Dosis an Sonneneinstrahlung die eindeutig gesündere Alternative.

Die Wissenschaftler stellten einen Vergleich der Schutzwirkung von Sonnenschirm und Sonnencreme auf. Während ein Teil der sonnenempfindlichen Studienteilnehmer um die Mittagszeit für 3 ½ Stunden unter einem UV-dichten Sonnenschirm verbrachte, setzte sich ein anderer Teil dem Sonnenlicht zur gleichen Zeit aus, indem er die Haut mit einem Lichtschutzfaktor 100 eincremte. Beide Gruppen hielten sich etwa 30 Meter entfernt vom Wasser auf.

Im Ergebnis zeigte sich, dass es bei den Probanden unter dem Sonnenschirm deutlich häufiger zum Sonnenbrand kam. Mit Hilfe der Sonnencreme jedoch konnte das Sonnenbrandrisiko um bis zu 70 % reduziert werden.

Hintergrund dieses überraschenden Ergebnisses ist es, dass viele Menschen nicht bedenken, dass die Umgebung wie der Sand am Strand, das Gras, die Erde und das Wasser die Sonnenstrahlen in alle Richtungen reflektieren und sie somit auch seitlich unten den Sonnenschirm katapultieren.

Vitalstoffe und Ernährung

Studie: Magnesium verbessert depressive Symptome

Die Ursachen von Depressionen sind vielfältig und eine medikamentöse Therapie mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie beschreibt eine schnelle und nebenwirkungsfreie Möglichkeit zur Verbesserung depressiver Symptome und Angststörungen. Daley und Kollegen bezogen 126 Patienten mit milden bis moderaten Depressionen in ihre Studie ein.

Die Teilnehmer hatten ein durchschnittliches Alter von 52 Jahren und waren in ambulanter klinischer Behandlung. Sie wurden zufällig in zwei Gruppen geteilt und erhielten anschließend über 6 Wochen 248 mg Magnesium oder ein Placebo. Nach Ablauf der Durchführung wurden die Gruppen getauscht.

Ergebnisse
Die Einnahme von Magnesium verbesserte die Symptome der Depression um 6 Punkte (PHQ-9) und die Ausprägung von Angststörungen um 4,5 Punkte (Generalized Anxiety Disorders-7 score) sehr deutlich. Erste Effekte waren bereits nach 2 Wochen zu beobachten und es traten keine Nebenwirkungen auf. 61 % der Patienten gaben an, die Einnahme weiter fortsetzen zu wollen.

Zusammenfassung
Die Einnahme von Magnesium ist eine einfache Möglichkeit zur Verbesserung einer Depression bei milden bis moderaten Ausprägungen.

Marine Omega-3-Fettsäuren bei Fettlebererkrankungen: Review

Nicht-alkoholische Fettlebererkrankungen (NAFLD) sind die häufigsten Lebererkrankungen in den westlichen Ländern und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt zu. Neben einer Reduktion von Körpergewicht und der Zunahme körperlicher Aktivität gibt es bisher keine zugelassenen Arzneimittel zur Therapie von nicht-alkoholischen Fettlebererkrankungen. In einem Review ziehen Wissenschaftler nun eine positive Schlussfolgerung für eine weitere unterstützende Therapiemöglichkeit. Nobili und Kollegen sichteten alle veröffentlichten Studien, die einen Einsatz von aus dem Meer stammenden Omega-3-Fettsäuren und NAFLD untersucht hatten, und fassten die Ergebnisse in einem Review zusammen.

Ergebnisse
Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass Omega-3-Fettsäuren, insbesondere Docosahexaensäure (DHA), leicht anzuwenden und sicher sind. Daher seien Omega-3-Fettsäuren eine gute unterstützende, ernährungsmedizinische Therapiemöglichkeit bei NAFLD.

Zusammenfassung
Aus dem Meer stammende Omega-3-Fettsäuren sind eine unterstützende Therapiemöglichkeit bei Menschen mit einer NAFLD.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Rauchverbote – großer gesundheitlicher Profit für Nichtraucher

Jeder zehnte Raucher stirbt durch die Folgen seiner Sucht. Nach wie vor stellt das Rauchen eines der wichtigsten Risiken für die Gesundheit dar. Seit zehn Jahren gibt es nun das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten.

Nichtraucher profitieren eindeutig vom Rauchverbot durch einen besseren Gesundheitszustand. Die Nichtraucher werden dadurch effektiv vor dem Passivrauchen und den gesundheitlichen Folgen geschützt. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universitäten Erlangen-Nürnberg und Halle-Wittenberg.

Eine Langzeitstudie, die seit über 30 Jahren läuft, wurde näher unter die Lupe genommen, um Informationen darüber zu sammeln, wie sich das Rauchverbot auf die Nichtraucher auswirkt. Die Daten von über 28.000 Teilnehmern flossen in die Erhebung ein. Dazu gehörten unter anderem Angaben bezüglich ihres eigenen Gesundheitszustandes, die sie vor und nach dem angewiesenen Rauchverbot gemacht hatten.

Zusammenfassend kann bestätigt werden, dass insbesondere junge Nichtraucher im Alter von weniger als 30 Jahren, insbesondere das weibliche Geschlecht, aus der Abnahme des Passivrauchens einen gesundheitlichen Profit schlagen. Mit zunehmendem Alter nimmt dieser positive Effekt zunehmend ab. Fest steht jedoch, dass die Anzahl der Deutschen, die an Lungenkrebs durch Passivrauchen sterben, infolge des Rauchverbotes abnimmt, so auch das Ergebnis einer weiteren Studie von Hamburger Wissenschaftlern.

In welcher Form sich das Rauchverbot auf die Raucher selbst auswirkt, wurde ebenfalls untersucht. Zum einen konnte der Anteil der Raucher auf diese Weise etwas reduziert werden. Zum anderen werden die dennoch verbleibenden Raucher auf diese Weise durch das Verbot und den vorübergehenden Nikotinentzug gestresst. Sie gaben in den Befragungen daher ein eher nachteiliges gesundheitliches Empfinden an.

Diabetiker aufgepasst! Entzündete Leber erhöht Cholesterinspiegel als Folgeschaden bei Diabetes

Viele Diabetiker leiden irgendwann an Folgeerkrankungen wie Gefäßkrankheiten. 75 % ihrer Einweisungen in Krankenhäuser sind auf Herz-Kreislauferkrankungen zurückzuführen. Sie stellen mit 50 % eine ernst zu nehmende Todesursache dar. Gefäßerkrankungen wie Atherosklerose, Störungen der Durchblutung und andere Komplikationen in den Gefäßen sind bekanntermaßen auf einen erhöhten Cholesterinspiegel zurückzuführen.

Wissenschaftler haben sich jedoch gefragt, warum es bei manchen Diabetikern, deren Blutzuckerspiegel eigentlich gut eingestellt ist, leichter zu den genannten Folgeschäden kommt im Vergleich zu anderen Diabetikern? Es bedurfte der Klärung, welche speziellen Stoffwechselmechanismen diese ungleiche Entwicklung bei den Betroffenen verursachen.

Experten des Helmholtz Zentrums München, der Technischen Universität München (TUM) und des Universitätsklinikums Heidelberg nahmen sich dieser Frage an und kamen zu einem interessanten Ergebnis.

So scheint die Funktion der Leber bei den Diabetes-Patienten eine entscheidene Rolle dafür zu spielen, in welcher Form und welchem Ausmaß sich entsprechende Folgeerkrankungen einstellen. Spezielle Entzündungsprozesse und -botenstoffe in der Leber sind dabei mitverantwortlich.

So stellte sich heraus, dass bestimmte Entzündungsbotenstoffe der Leber den Stoffwechsel derart verändern können, dass wichtige Schnittstellen des Cholesterinhaushaltes nachteilig beeinflusst werden. Dieses führt dazu, dass es zur übermäßigen Cholesterinbildung kommt und sich somit eine Atherosklerose leichter ausbilden kann.

Die Wissenschaftler ziehen daraus den Schluss, dass die Leber eine wichtige Funktion einnimmt, wenn es um die Entstehung von Gefäßerkrankungen infolge eines Diabetes geht. Sobald dessen Funktion aus dem Gleichgewicht gerät, kann es bei Diabetes-Patienten leichter zu unangenehmen Folgeschäden kommen.

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