Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe:

Vermehrt Rücken- und Nackenschmerzen bei Diabetikern? //Lässt eine krause Stirn auf das Infarktrisiko schließen? //Antibakterieller Schutzlack //Individuell angepasstes körperliches Training in der Krebstherapie sehr erfolgreich //Positiver Einfluss von Schwangerschafts-Yoga belegt //Kann Koffein vor einer Rosacea schützen //Junges Aussehen dank Gesichtsyoga? //Schutzwirkung von Vitalstoffen noch nach Jahren nachweisbar //Marine Omega-3-Fettsäuren verbessern Ruhepuls //Schnellere körperliche Entwicklung des Nachwuchses // Endlich ein Beweis: Menschen mit geringerer Zuckeraufnahme leben länger!

Gesundheit und Prävention

Vermehrt Rücken- und Nackenschmerzen bei Diabetikern?

Welche möglichen Folgeerkrankungen eine Diabetes-Erkrankung mit sich bringen kann, wurde bereits mehrfach untersucht. Jetzt legten Wissenschaftler in einer Studie besonderes Augenmerk auf die Frage, ob Patienten einer Diabetes-Erkrankung häufiger von Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich betroffen sind als Menschen ohne eine entsprechende Stoffwechselerkrankung.

Die Daten von über 3.400 Diabetes-Patienten sowie von ebenso vielen gesunden Kontrollpersonen aus den Jahren zwischen 2009 und 2014 flossen in die Studie ein. Mit Hilfe von Befragungen zu möglichen Schmerzen im Rückenbereich und speziellen Tests wurde ermittelt, inwiefern sich in beiden Gruppen Nacken- und Rückenprobleme im Laufe des Studienzeitraums entwickelt hatten oder bereits vorlagen.

Sowohl in der Diabetes-Gruppe als auch in der stoffwechselgesunden Gruppe waren auch adipöse Teilnehmer mit einem BMI von über 30 vertreten. Bei der Auswertung zeigte sich, dass die Diabetes-Patienten häufiger von Nacken- und Rückenschmerzen betroffen waren. Weitere Einflussfaktoren wie beispielsweise Geschlecht, Alter, niedrigeres Bildungsniveau, weitere mögliche Erkrankungen, Übergewicht oder Schmerzempfinden wurden berücksichtigt.

Das Ergebnis war daher eindeutig: Diabetiker hatten demnach ein um 19-20 % erhöhtes Risiko, von Schmerzen im Nacken- beziehungsweise Rückenbereich betroffen zu sein als Nicht-Diabetiker. Vor dem Hintergrund dieses Studienergebnisses sollte laut Aussagen der Wissenschaftler zukünftig in der Diabetes-Risikogruppe mehr Wert auf erforderliche Maßnahmen zur entsprechenden Prävention gelegt werden. Dazu gehörten insbesondere die Reduzierung von überschüssigem Körpergewicht sowie ein erhöhtes Maß an sportlicher Betätigung.

Lässt eine krause Stirn auf das Infarktrisiko schließen?

Es mag etwas sonderbar wirken, aber eine Studie, die dem „European Society of Cardiology“ (ESC) vorgestellt wurde, gibt einen möglichen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen der Intensität der Stirnfalten und dem kardiovaskulären Risiko der betreffenden Person. Gemäß den Ergebnissen einer französischen Studie ist das Sterberisiko infolge einer gefährdeten Herz-Kreislauf-Gesundheit umso höher, je intensiver und öfter sich die Falten an der Stirn zeigen.

Untersucht wurden über 3.200 Frauen und Männer im Alter zwischen 32 und 62 Jahren. Mit Hilfe eines sogenannten Stirnfalten-Scores wurde das Vorhandensein und die Intensität von Stirnfalten während eines Beobachtungszeitraumes von 20 Jahren wiederkehrend gemessen. Während dieser Zeit starben 233 Studienteilnehmer. Es stellte sich heraus, dass die meisten von ihnen aus der Gruppe stammten, bei denen zuvor mehr Falten gemessen wurden.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass das Sterberisiko im Vergleich zu den Probanden ohne Stirnfalten um das maximal Sechsfache erhöht war, wenn vorher eine mittlere bis hohe Faltenausbildung an der Stirn gemessen wurde. Sämtliche mögliche Parameter wie Alter, Geschlecht Bildung, Ernährung, Nikotingenuss sowie  beispielsweise Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen wurden als Ursache ausgeschlossen. Es wurde offenbar eindeutig, dass Stirnfalten auf einen früheren kardiovaskulären Tod hindeuten.

Es wird vermutet, dass die besonders engen und empfindlichen Gefäße in der Stirnhaut sehr schnell auf atheriosklerotische Veränderungen reagieren. Ein damit verbundener erhöhter oxidativer Stress sowie eine Abwandlung des ansässigen Kollagens führen möglicherweise dazu, dass es zur verstärkten Ausbildung von Stirnfalten kommt. Diese wiederum wären somit als erste Anzeichen einer Gefäßalterung zu verstehen, so die Wissenschaftler.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Antibakterieller Schutzlack

Unter antimikrobieller Konditionierung versteht man in der Zahnmedizin die Applikation eines antibakteriellen Schutzlackes auf ausgewählte Zahnflächen mit erhöhtem Kariesrisiko mit dem Ziel, die bakterielle Aktivität über einen längeren Zeitraum zu senken.

Zusammensetzung und Wirkungsweise des Schutzlackes

Als antibakteriell wirksame Substanzen werden beispielsweise im Cervitec® Plus Schutzlack Chlorhexidin (CHX) und Thymol in jeweils 1%iger Konzentration eingesetzt, wobei die Konzentration bei regelrechter Anwendung nach Trocknung auf der Zahnoberfläche um das Zehnfache höher ist. Die beiden Komponenten üben einen Synergieeffekt aufeinander aus, d. h. sie wirken in Kombination jeweils effektiver als Chlorhexidin und Thymol allein. Die Wirkstoffkombination wirkt reduzierend auf die Aktivität von 

 

  • grampositiven Keimen (Streptococcus mutans, Streptococcus sobrinus, Lactobazillen) 
  • gramnegativen Keimen (Actinomyces) 
  • Hefepilzen (Candida albicans)

Durch die Keimreduktion wird das Kariesrisiko effektiv reduziert und Prävention (Vorsorge) gegen Gingivitis (Zahnfleischentzündung) betrieben. Je höher die Konzentration der Wirkstoffe, desto effektiver ist die erzielte Keimreduktion. In Versuchen mit 40%igem Chlorhexidinlack wurde nachgewiesen, dass 

  • nach Applikation auf Fissuren (Grübchen im Kauflächenrelief der Seitenzähne) die bakterielle Aktivität nach 22 Wochen noch signifikant reduziert war
  • nach Applikation auf freiliegende Wurzeloberflächen der Verlust an mineralisierter Hartsubstanz um  ca. 80 % gesenkt werden konnte. Antimikrobielle Lacke haben sich daher als ideales Material zur Verhinderung der rasch fortschreitenden Wurzelkaries etabliert.

Entscheidend ist neben der Effektivität der eingesetzten Wirkstoffe auch die Lackretentionsdauer(Verweildauer des Lacks) auf den behandelten Zahnflächen. Im Beispiel von Cervitec® Plus handelt es sich um eine Polyvinylbutyral-Lackbasis, mit der, optimale Applikationstechnik vorausgesetzt, eine hervorragende Lackretentionsdauer erzielt werden kann.

Doch selbst bei optimaler Lackretention wird sich dieser nach spätestens einigen Tagen lösen. Der langanhaltende Schutz ist also nicht auf eine ebenso lange Anhaftung des Lacks zurückzuführen; vielmehr entfaltet sich eine antimikrobielle Langzeitwirkung noch lange nach dessen Abblättern durch folgende Wirkmechanismen:

Der Lack besitzt eine Affinität zu organischen Strukturen, wie sie in der Pellikel (hauchdünnes Zahnoberflächenhäutchen, das sich nach dem Zähneputzen aus dem Speichel sofort wieder neu bildet) vorliegen. Darin erfolgt eine Wirkstoffspeicherung mit Langzeitwirkung.

Die Wirkstoffe haben eine direkte bakterizide (keimtötende) Wirkung auf die Plaquebakterien, welche auf der Pellikel (Zahnoberhäutchen oder auch „pellicula dentis“ genannt; dieses ist ein dünner Film aus Proteinen des Speichels) haften, v. a auf den primären Kariesverursacher Streptococcus mutans.

Chlorhexidin diffundiert durch die Pellikel in die darunterliegenden Zahnhartsubstanzen Schmelz, Dentin (Zahnbein) und Wurzel und bildet dort ein Depot

Chlorhexidin diffundiert in den Speichel und wird dorthin aus den Hartsubstanzdepots längerfristig abgegeben.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Wenngleich in der Praxis nicht derart hohe Wirkstoffkonzentrationen eingesetzt werden, so ist doch auch bei geringeren Konzentrationen eine deutliche Verringerung der bakteriellen Aktivität zu verzeichnen. So dient Cervitec® Plus den Herstellerinformationen entsprechend

  • zur Senkung eines hohen Kariesrisikos (z. B. bei bereits vorliegender Glattflächenkaries) bei unzureichender Mundhygiene
  • bei Xerostomie (Mundtrockenheit), die immer mit einem erhöhten Kariesrisiko vergesellschaftet ist
  • bei mangelnder Compliance (Mitarbeitsfähigkeit) des Patienten, z. B. auf Grund von motorischen oder mentalen Einschränkungen
  • bei Implantaten
  • zum Intensivschutz bei freiliegenden Wurzeloberflächen und offenen Dentintubuli (Kanälchen im Zahnbein, die mit dem Zahnmark in Verbindung stehen)

Zum Schutz von Fissuren

  • zur Applikation auf Approximalflächen (Zahnflächen in den Zahnzwischenräumen)
  • während kieferorthopädischer Behandlung mit festsitzenden Apparaturen
  • zum Schutz vor Kronenrandkaries.

Sport

Individuell angepasstes körperliches Training in der Krebstherapie sehr erfolgreich

Dass regelmäßige körperliche Bewegung das Risiko für die Entstehung einer Krebserkrankung mindert, ist bekannt. Wie sich Sport jedoch auch in der Therapie von Betroffenen einer Krebserkrankung auswirkt, zeigt eine aktuelle Veröffentlichung einer Studie aus Amsterdam.

Laut Aussagen des Krebsforschungszentrums sowie des Zentrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg geht zwar die Zahl der Todesfälle infolge von Krebserkrankungen aufgrund zunehmender Therapieerfolge zurück.

Doch viele Patienten, die sich in einer Therapie befinden oder diese erfolgreich abgeschlossen haben, sind durch einhergehende Nebenwirkungen körperlich sehr geschwächt und haben mit chronischen Erschöpfungssymptomen zu tun. Um ein damit verbundenes Nachlassen der Lebensqualität einzuschränken, wird schon lange ein wiederkehrendes Bewegungstraining empfohlen.

Laut Ergebnis der aktuellen Studie zu diesem Thema ist es in diesem Zusammenhang besonders wichtig, auf ein individuell angepasstes Trainingskonzept zu achten. Denn der Effekt von Sport im Rahmen einer Krebstherapie oder einer Krebsnachsorge ist nicht bei allen Betroffenen gleich. Um dieses herauszufinden, wurden die Inhalte von 34 Studien zu diesem Thema näher untersucht und verglichen.

Das Interesse dabei galt insbesondere der Frage, ob eine begleitende sportliche Aktivität den chronischen Erschöpfungszuständen entgegenwirken und den Betroffenen zu einer besseren körperlichen Gesamtverfassung verhelfen kann.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die Auswirkungen einer sportlichen Begleittherapie während einer Krebserkrankung bei allen Patienten positive Auswirkungen auf die Muskelkraft und die Lebensqualität hat. Im Rahmen einer Krebsnachsorge hängt der Effekt jedoch stark davon ab, wie „sportlich“ die Patienten bereits vor der Erkrankung waren.

Denn diejenigen, die bis dato eher unsportlich waren, zeigten einen höheren therapeutischen Nutzen aus einem moderaten Krafttraining als die eher durchtrainierten Patienten. Diese scheinen höhere sportliche Anforderungen zu benötigen.

Interessanterweise bekommt ein Ausdauertraining den bisher bewegungsträgen Patienten während einer Krebstherapie aber nicht immer gut, da diese offensichtlich davon zu sehr überfordert sind und somit zusätzlich geschwächt werden. Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse wird daher empfohlen, bei der Therapie von Krebspatienten grundsätzlich ein noch größeres Augenmerk auf ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining zu legen, in dem die individuellen körperlichen Voraussetzungen der Betroffenen noch stärker berücksichtigt werden.

Positiver Einfluss von Schwangerschafts-Yoga belegt

Schon lange wird schwangeren Frauen, spätestens wenn sie sich in den letzten 12 Wochen ihrer Schwangerschaft befinden, empfohlen, regelmäßig Yoga-Übungen durchzuführen. Nicht nur für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft, sondern insbesondere für das Wohlbefinden der werdenden Mutter ist Yoga eine hilfreiche Unterstützung. Zu diesem Ergebnis kommt eine japanische Studie und bestätigt den entsprechenden gesundheitlichen Nutzen von Yoga.

In der Studie wurden 38 schwangere Frauen begleitet, die regelmäßig Yoga-Übungen durchführten, sowie eine Kontrollgruppe von Schwangeren, die keine entsprechenden Übungen absolvierten. Beim Yoga kommt es maßgeblich darauf an, bestimmte Körperhaltungen in mehreren Wiederholungen auszuüben und  dabei besonderes Augenmerk auf langsame und tiefe Atemzüge zu legen.

Yoga entstammt einer indischen philosophischen Lehre und beinhaltet die Vereinigung von geistigen und körperlichen Übungen mit dem Ziel, das Bewusstsein für Körper und Seele zu fördern. Im Ergebnis zeigt sich, dass bei Frauen, die sich im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft befinden, Yoga einen positiven Einfluss auf das parasympathische Nervensystem hat.

Dieses Nervensystem lenkt die Funktionen des Körpers im Ruhezustand. Über diesen nachweisbaren Zusammenhang kann Yoga bei den Frauen einen besseren und längeren Schlaf in der Nacht fördern. Weiterhin führen die Yoga-Übungen dazu, dass es unmittelbar nach deren Ausübung zu einer Senkung eines speziellen Alfa-Amylase-Spiegels kommt. Dieser reduzierte Enzym-Spiegel ist ein wichtiges Indiz dafür, dass der Körper weniger gestresst ist.

Beauty und ästhetische Medizin

Kann Koffein vor einer Rosacea schützen?

Die Rosacea ist eine entzündliche Hauterkrankung, insbesondere im Gesicht. In Schüben entstehen bei den Betroffenen Rötungen, Bläschen oder kleine Knötchen. Der Juckreiz sowie die unschöne Veränderungen der Haut verursachen einen starken Leidensdruck, zumal sich bisher keine eindeutige Therapiemöglichkeit gefunden hat. Die Erkrankung kann durch eine individuell angepasste Pflege sowie durch Veränderungen einzelner Lebens- und Ernährungsgewohnheiten lediglich unter Kontrolle gebracht werden. 

Bisher galt in diesem Zusammenhang der Genuss von Kaffee als nicht empfehlenswert. Doch jetzt konnte eine Studie der chinesischen Qingdao Universität und der Harvard Medical School das Gegenteil beweisen: Personen mit einem erhöhten Kaffeekonsum waren eindeutig seltener von einer Rosacea betroffen als solche, die Kaffee gemieden hatten.

An der Studie nahmen über 82.700 Krankenschwestern teil, etwa 5.000 von ihnen waren von einer Rosacea betroffen. Diejenigen, die angaben, pro Tag mindestens vier Tassen Kaffee zu trinken, hatten ein um 25 % reduziertes Risiko für die entzündliche Hauterkrankung. Bisherige Annahmen, dass Kaffee eine Rosacea sogar mit auslösen könne, konnten damit widerlegt werden.

Um eindeutigere Aussagen treffen zu können, stehen weitere Untersuchungen an. Es wird vermutet, dass sich die gefäßverengende Eigenschaft von Koffein günstig auf die bei einer Rosacea erweiterten Blutgefäße auswirken könnte.

Auf diese Weise könnten sich die Entzündungen weniger entwickeln. Andere Überlegungen gehen dahin, dass Koffein den Hormonspiegel und damit die Stresshormonausschüttung, die gegebenenfalls an einer Rosacea beteiligt ist, günstig beeinflusst. Weiterhin stehen die im Kaffee enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe mit antioxidantischer Wirkung in Verdacht, die Entwicklung der Hauterkrankung günstig zu beeinflussen.

Junges Aussehen dank Gesichtsyoga?

Was hat es mit den Empfehlungen auf sich, täglich durch gezielte Übungen die Gesichtsmuskulatur zu trainieren und dadurch das Aussehen im Gesicht und Hals zu verjüngen?

Dieser Frage ging ein Forscherteam genauer nach, um fundierte Aussagen zu dieser These liefern zu können. Bisher waren offensichtlich noch keine klinischen Studienergebnisse zur Effektivität des Gesichtsyogas vorhanden. Daher untersuchten sie nun die Auswirkung von speziellen Gesichtsübungen auf das Erscheinungsbild von 27 Frauen im Alter von 40 bis 65 Jahren. Bei ihnen waren bereits Anzeichen eines altersbedingten Volumenverlustes der Fett- und Muskelzellen in der Gesichtshaut vorhanden.

Die Studienteilnehmerinnen führten täglich für 30 Minuten ein umfangreiches und speziell aufgestelltes Trainingsprogramm zunächst für die Dauer von zwei Monaten durch. Im Anschluss verlängerte sich die Trainingszeit auf 20 Wochen, in denen jedoch nur an drei bis vier Tagen die Woche trainiert wurde. Das Aussehen der Gesichtshaut wurde fotografisch festgehalten und von Fachärzten beurteilt. 11 Teilnehmerinnen brachen die Studie vorzeitig ab.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Yogaübungen nachweislich zu fülligeren Wangen führten. Die Frauen wurden durchschnittlich um 2,7 Jahre jünger geschätzt als sie tatsächlich waren. Auf die Frage nach dem eigenen Befinden gaben die Teilnehmerinnen eine größere Zufriedenheit mit ihrem Aussehen und ihren Gesichtszügen an.

Ein Beweis dafür, dass regelmäßiges Gesichtsyoga mit speziellen Übungen über einen längeren Zeitraum das Äußere jünger erscheinen lässt, scheint damit gegeben. Für speziellere Aussagen müssen jedoch noch weitere Untersuchungen stattfinden, so die beteiligten

Vitalstoffe und Ernährung

Schutzwirkung von Vitalstoffen noch nach Jahren nachweisbar

Eine aktuelle Studie aus Schweden deckt überraschende Erkenntnisse über die Langzeitwirkung von Vitalstoffen auf. In dieser Studie konnten die gesundheitlichen Vorteile einer Vitalstofftherapie noch viele Jahre nach der eigentlichen Einnahme nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler hatten in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie 443 älteren Teilnehmern über vier Jahre täglich eine Kombination aus Coenzym Q10 und Selen oder ein Placebo gegeben. Nach Studienende kam es zu einer deutlichen Abnahme der kardiovaskulären Sterblichkeit. 12 Jahre nach dem offiziellen Studienende betrachteten die Wissenschaftler das Studienkollektiv erneut.

Ergebnisse
Senioren, die damals über den Zeitraum von vier Jahren die Vitalstoffkombination eingenommen hatten, verstarben in den folgenden 12 Jahren um 41 % (Hazard Ratio: 0,59; 95 % Konfidenzintervall: 0,42-0,81; P = 0,001) seltener an einem kardiovaskulären Ereignis als Senioren der Placebogruppe. Dies galt auch für Senioren mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Hypertonie, ischämischen Herzerkrankungen oder eingeschränkter funktioneller Kapazität des Herzens.

Zusammenfassung
Vitalstoffkombinationen, wie in diesem Fall bestehend aus Coenzym Q10 und Selen, können eine nachhaltig positive Wirkung auf die Herzgesundheit ausüben.

Marine Omega-3-Fettsäuren verbessern Ruhepuls

Die Ergebnisse einer großen hochwertigen Analyse unterstützen die allgemeine Auffassung, dass marine Omega-3-Fettsäuren eine positive Wirkung auf die Herzgesundheit aufweisen. Wissenschaftler werteten insgesamt 51 dem Zufallsprinzip unterliegende, placebokontrollierte Ernährungsstudien mit insgesamt circa 3.000 Teilnehmern aus. Die Studien untersuchten den Einfluss der Einnahme der marinen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) auf den Ruhepuls.

Ergebnisse
Nach Auswertung aller Studien ergab das Gesamtergebnis eine positive Wirkung der marinen Omega-3-Fettsäuren. EPA und DHA in Kombination senkten den Ruhepuls im Durchschnitt um 2,23 Schläge pro Minute. Wurden beide Fettsäuren einzeln eingenommen, reduzierte lediglich DHA den Ruhepuls deutlich. EPA hatte keinen eindeutigen Einfluss.

Zusammenfassung
Die Einnahme von marinen Omega-3-Fettsäuren hat einen positiven Einfluss auf die Herzgesundheit und kann den Ruhepuls senken.

Schwangerschaft & Probiotika

 

Schnellere körperliche Entwicklung des Nachwuchses

Eine ausreichende Zufuhr an Nährstoffen ist besonders während der Schwangerschaft und Stillzeit von großer Bedeutung. Wissenschaftler untersuchten in einer großen Ernährungsstudie den Einfluss von probiotischen Kulturen auf den Nachwuchs. 

208 schwangere Frauen erhielten während des letzten Schwangerschaftsdrittels und während der ersten 2 Monate der Stillzeit entweder ein Vitalstoffpräparat mit oder ohne Probiotika oder ein Placebo. Nach 12 Monaten untersuchten die Wissenschaftler den Einfluss auf das Kleinkind.

Ergebnisse
Kinder von Müttern, die Vitalstoffe kombiniert mit den probiotischen Lactobazillen und Bifidobakterien eingenommen hatten, wiesen eine bessere körperliche Konstitution auf als Kinder von Müttern, die ein Placebo erhalten hatten. Die Kinder waren im Schnitt 0,8 cm größer und 360 g schwerer.

Zusammenfassung
Die Einnahme von Vitalstoffen kombiniert mit probiotischen Kulturen in der Spätschwangerschaft und während der Stillzeit unterstützt die körperliche Entwicklung des Neugeborenen.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Endlich ein Beweis: Menschen mit geringerer Zuckeraufnahme leben länger!

Dass ein zu hoher Zuckerverzehr sich ungünstig auf die Gesundheit auswirkt und chronisch krank machen kann, ist seit langem bekannt. Mittels vieler epidemiologischer Studien konnte gezeigt werden, dass Menschen, die oft zuckerreiche Lebensmittel verzehren, das Risiko für zahlreiche Krankheiten eindeutig fördern. Es handelte sich dabei bisher um Beobachtungsstudien ohne direkten kausalen Zusammenhang.

Jetzt ist es jedoch einem Team von US-amerikanischen Forschern gelungen, eine direkte ursächliche Verbindung zwischen einer hohen Zucker- beziehungsweise Glucoseaufnahme und der Entstehung von Krankheiten zu beweisen.

Bei der Aufnahme von Glucose aus dem Darm wird ein bestimmter Rezeptor benötigt. Bei einigen Menschen ist dieser wichtige „Schalter“ von Geburt an nur eingeschränkt oder gar nicht funktionsfähig. Die Folge ist, dass die Betroffenen den Zucker nicht vertragen und im schlechteren Fall Durchfall bekommen.

Die Wissenschaftler integrierten nun solche Menschen in ihre Beobachtungen, bei denen die Zuckeraufnahme nicht komplett defekt war, sondern eingeschränkt funktionierte. Mit anderen Worten: Die Studienteilnehmer verzehrten ihr Leben lang Zucker, doch nur ein geringer Teil wurde auch tatsächlich vom Körper aufgenommen. Ihr Zuckerkonsum war somit dauerhaft reduziert, weil ein Großteil direkt wieder ausgeschieden wurde.

Zusätzlich wurden gleiche Untersuchungen mit „gesunden“ Menschen durchgeführt, bei denen der mit der Ernährung verzehrte Zucker komplett vom Darm aufgenommen wurde und somit in den Körper gelangte. Die Forscher verglichen mit Hilfe von zahlreichen Tests, wie sich der Gesundheitszustand bei die beiden Teilnehmer-Gruppen veränderte, insbesondere das Risiko für einzelne Krankheiten.

Im Ergebnis zeigte sich schnell, dass die Menschen, die den Zucker schlechter über den Darm aufnehmen konnten, eindeutig bessere Blutzuckerwerte zeigten als die Kontrollgruppe mit höherer Zuckeraufnahme. Zudem entwickelte sich bei ihnen eindeutig seltener eine Diabetes- oder Adipositas-Erkrankung. Dieses Ergebnis zeigte sich sowohl bei entsprechenden Studien an Menschen mit europäisch-amerikanischer Herkunft als auch bei denen einer afroamerikanischen oder europäischen Herkunft.

Die Wissenschaftler brachten die Ergebnisse aller entsprechenden Untersuchungen mittels einer Formel auf den Punkt: Personen, die ihren Blutzuckerwert langfristig (mindestens über die Dauer von 25 Jahren) um 20 mg/dl senken, können das Risiko für eine Adipositas-Erkrankung um 57 % reduzieren. Das Risiko, an einem Diabetes zu erkranken, lässt sich auf diese Weise um 42 % und das Risiko, von einer Herzinsuffizienz, also von einer krankhaft verminderten Herzleistung betroffen zu sein, um 47 % herabsetzen.

Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen einem hohen Zuckerkonsum und seiner negativen Wirkung auf die Gesundheit ist damit erbracht. Die Forscher weisen darauf hin, dass die krank machende Glukose nicht nur offensichtlich im Haushaltszucker, sondern auch versteckt in vielen zucker- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln vorhanden ist.

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